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Grimma Mitteldeutsche Regiobahn: Verband prüft weitere Schritte
Region Grimma Mitteldeutsche Regiobahn: Verband prüft weitere Schritte
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14:12 27.10.2018
Die Mitteldeutsche Regiobahn verkehrt auf den Strecken Leipzig-Grimma-Döbeln und Leipzig-Geithain-Chemnitz. Quelle: LVZ
Landkreis Leipzig

Ausfälle, Verspätungen, Ersatzverkehr – die Fahrgäste der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) mussten zuletzt einiges an Ärger verkraften. Insbesondere der auf der Strecke Leipzig-Grimma eingerichtete Notverkehr per Bus hatte das Fass im August zum Überlaufen gebracht. Zahlreiche Fahrgäste hatten ihrem Frust über das eingeschränkte ÖPNV-Angebot damals Luft gemacht.

Positionen zur aktuellen Situation im Regionalbahnverkehr

Neuer MRB-Geschäftsführer hat Besserung versprochen

Die Transdev, die unter der Marke Mitteldeutsche Regiobahn zwei Strecken im Landkreis betreibt, hat inzwischen Konsequenzen gezogen. Das Führungspersonal wurde ausgewechselt und Besserung gelobt. Mit Henning Weize wurde ein neuer Geschäftsführer für die Nahverkehrsgesellschaften Transdev Mitteldeutschland und Regio Ost eingesetzt. Ein Kurswechsel und verstärkte Bemühungen, die Personalprobleme in den Griff zu bekommen, wurden versprochen.

Leipzig: Wegen gehäufter Zugausfälle bei der Mitteldeutsche Regiobahn (MRB/ Transdev Regio Ost) haben zwei...

Gepostet von Interessengemeinschaft Bahn am Samstag, 11. August 2018

Verkehrsverträge regeln die Leistungen

Obwohl es auf der politischen Bühne wieder ruhiger um die MRB geworden ist, beschäftigt die zuständigen Verkehrsverbünde das Thema nach wie vor. Als sogenannte Aufgabenträger schauen der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) und der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) genau auf die Noten. Als Besteller der Verkehrsleistungen prüfen sie, ob vertraglich mit Transdev vereinbarten Leistungen eingehalten werden. Die zwischen den Partnern abgeschlossenen Verkehrsverträge enthalten dazu verbindliche Regelungen, so können Zugausfälle, Verspätungen, Abweichungen von der Sitzplatzkapazität, fehlendes Servicepersonal oder Sauberkeitsmängel Vertragsstrafen nach sich ziehen.

Verbandsräte entscheiden über weitere Schritte

Auch Henry Graichen (CDU), Landrat des Landkreises Leipzig, war angesichts der Zustände im öffentlichen Nahverkehr der Geduldsfaden gerissen. „Der Vertrag mit der Mitteldeutschen Regiobahn muss aus meiner Sicht gekündigt werden“, hatte der Kreischef im August zu Protokoll gegeben. Gab es seitdem weitere Schritte? „Was die Strecke Leipzig-Grimma-Döbeln anbetrifft, erfolgt aktuell eine Auswertung der Zugausfälle für die Zeit bis zum 30. September 2018.“ Zahlen sollen demnächst im Verwaltungsrat des ZVNL vorgestellt werden. Als nächster Schritt sei darüber zu entscheiden, ob eine zweite Abmahnung ausgesprochen und in der Folge der Vertrag gekündigt wird, so Graichen. Diese Entscheidung, darauf hatte ZVNL-Geschäftsführer Oliver Mietzsch bereits hingewiesen, könne nur von den Verbandsversammlungen der beiden beteiligen Aufgabenträger gefällt werden.

Verträge gelten bis 2025

Was die Strecke Leipzig-Geithain-Chemnitz betrifft, sei der ZVNL schon einen Schritt weiter. „Hier ist bereits die zweite Abmahnung an Transdev erfolgt“, berichtete Graichen. Auch für die Regionalexpress-Strecke werde durch den ZVNL aktuell geprüft, ob Voraussetzungen für eine Kündigung vorliegen. Regulär haben die Verträge bis zum Jahr 2025 Gültigkeit.

Von Simone Prenzel

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