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Grimma „Mohdschägibchn“ lädt ab April zu Erkundungen in der Natur ein
Region Grimma „Mohdschägibchn“ lädt ab April zu Erkundungen in der Natur ein
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16:02 10.03.2017
Helmut Ponert, Vorsitzender des Vereins „Jugend und Familie Kreativ“ und seine Frau Liane holen die Schauwand für fachgerechte Vogelnistkästen aus dem Winterschlaf. Die Nistkästen werden gereinigt, damit sie wieder Meisen, Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper oder Baumläufer als Bruthöhle zur Verfügung stehen. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma/Kaditzsch

Emsiges Treiben herrscht in der Naturschaustätte „Mohdschägiebchn“ in Kaditzsch. Denn im April beginnt die neue Saison. Und so haben die Mitglieder des Vereins Jugend und Familie Kreativ, der im Vorjahr 25 Jahre alt wurde, alle Hände voll zu tun, um das Waldhaus und die Nebengelasse auf Vordermann zu bringen. So werden unter anderem die vielen Nistkästen in Ordnung gebracht, die Standsicherheit der Tafeln überprüft, der Kräutergarten mit 50 verschiedenen Pflanzen bestückt sowie das Insektenhotel gereinigt. In Letzterem waren 2016 vor allem Wildbienen, Florfliegen und Hummeln zu Gast. Zur Freude der 380 Besucher, so der Vereinsvorsitzende Helmut Ponert. Vor allem Mädchen und Jungen aus Kindergärten und Schulen wollten mit Hilfe des Vereins der Natur ein Stück näher kommen.

So wird am 10. Mai eine DRK-Kindertagesstätte aus Leipzig in Kaditzsch zu Gast sein. Die Kinder werden mit Sicherheit den vom Verein 1998 angelegten Naturlehrpfad besuchen. Auf großen Tafeln und Schildern wird auf einem Kilometer viel Wissenswertes vermittelt, zum Beispiel Informationen über den Baum des Jahres 2017: die Fichte. Dieser hat nun eine Tafel genauso wie acht weitere Bäume, die als Bäume des jeweiligen Jahres gekennzeichnet sind. „Wir sind froh darüber, dass Thomas Großöhme vom Verein die Tafeln anfertigte“, sagt Helmut Ponert. So stehen auf dem Pfad zum Beispiel die Gemeine Birke, die im Jahr 2000 der Baum des Jahres, die Gemeine Esche, die im Jahr 2001 oder die Winterlinde, die 2016 dazu auserkoren wurde. „Die Fichte polarisiert. Für die einen ist sie der Brotbaum der deutschen Forstwirtschaft, für die anderen der Inbegriff naturferner Monokulturen“, weiß Ponert. Während auf dem Grundstück der Naturschaustätte Fichten wachsen, fehlen sie auf dem Naturlehrpfad. Dagegen ist der Baum des Jahres 2016 vertreten. „Die Blüten der Linden öffnen sich zur Freude der Imker im Juni/Juli. Also in einer Zeit, in der Massenblüten des Obstes und des Rapses nicht mehr zur Verfügung stehen“, weiß der Naturfreund. Denn das Highlight des Naturhauses ist ein Bienenstock, den Imker Jürgen Böhme aus Kaditzsch betreut.

„Die Bienenvölker interessieren unsere Besucher besonders, aber auch die Vögel und die Katze“, so der 77-Jährige, der mit seiner Frau Liane (76), Joachim Zschoche (66) sowie Annett Wetzig (49) die Naturschaustätte betreibt. Die übrigens auch komfortable Übernachtungsmöglichkeiten im Ferienhaus bietet. Von Letzterem macht seit 2000 jedes Jahr Familie von Kleist aus Grünheide bei Berlin Gebrauch. „Besonders in der Ferienzeit nutzen viele Kinder dank des Leipziger Ferienpasses das Naturhaus“, so Ponert weiter. Zu den Besuchern des Waldhauses zählen jedoch auch viele Erwachsene.

„Das Waldhaus ist eine Außenstelle des Vereins. Der eigentliche Sitz befindet sich in Leipzig“, sagt der einstige Berufsschullehrer. Die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder führen Zirkel und Kurse im Heinrich-Budde-Haus in Leipzig-Gohlis durch. Der Verein Jugend und Familie Kreativ gründete sich 1991 in Leipzig, um insbesondere nicht berufstätigen Frauen eine Heimstätte zu geben. Derzeit hat er 20 Mitglieder. Im Verlaufe der Vereinstätigkeit wurden Schneiderkurse, vielfältige Textiltechniken sowie Kinder- und Jugendarbeit angeboten.

Von Cornelia Braun

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