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Grimma Muldenland ist Wanderer-Land
Region Grimma Muldenland ist Wanderer-Land
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05:00 06.02.2010
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Grimma/Naunhof

Vom 2. bis 5. September werden Grimma und das Muldental Gastgeber für das 9. Internationale Wanderer-Treffen sein. Die Vorbereitungen dazu laufen.

Erwartet werden rund 100 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Norwegen, Frankreich, Tschechien aus der Schweiz und aus anderen Ländern. Mit am Start sein wird auch die Ärztin Martina Beckel aus Naunhof mit ihrem grünen Wanderer-Cabrio „W 50“ (Baujahr 1936). Tochter Diana und Sohn Christian wollen in ihrem „W52“ (Baujahr 1937) mit vorfahren.

Beckel freut sich über das Treffen im Wanderer-Jubiläumsjahr nicht nur deshalb, weil es vor der Haustür stattfindet, sondern weil sich die internationale Wanderer-Szene damit innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal im Muldental ein Stelldichein gibt. Bereits 2006 fand das Wanderer-Treffen, das aller zwei Jahre die Fans in verschiedene Regionen Deutschlands lockt, im Muldental statt. Beckel selbst hatte das Treffen damals an die Mulde geholt. Für die Naunhoferin ist die Veranstaltung auch eine Werbung für die hiesige Tourismusregion. „Alles deutet darauf hin, dass sich Wanderer im Muldenland und Umgebung wohlfühlen“, meint sie.

Wenn die Oldtimer-Piloten am Abend des 2. September in Grimma eintreffen, wird es zunächst bei Benzingesprächen viel zu erzählen und zu fachsimpeln geben. In den folgenden zwei Tagen stehen Ausfahrten im Muldental und in Richtung Chemnitz, wo die Wiege der Wanderer stand, auf dem Programm.

„Wir verstehen uns dabei auch als Botschafter einer großen Tradition, mit der Automobilbau und technische Innovation in Sachsen verwurzelt sind“, meint Martina Beckel. Die Ärztin, die seit dem Jahre 2000 kein Wanderer-Treffen ausgelassen hat, hatte in den 90er Jahren ihren Traum von einem „alten Sachsen“ mit vier oder sechs Zylindern verwirklichen können. Gefunden hat sie ihre beiden Oldtimer allerdings im Westen bei Fans, die an der Instandsetzung der reparaturbedürftigen Kostbarkeiten gescheitert waren. „Die hatten zwar die Autos, aber nicht das sächsische technische Knowhow, wie wir es hier unter anderem noch in der Werkstatt von Hans-Joachim Kullig in Nerchau vorfinden“, lacht Martina Beckel. Sie freut sich, dass die hiesigen Spezis sowohl den „W 50“ als auch den „W 52“ zum Laufen gebracht haben. Wer mit denen fährt, brauche natürlich etwas mehr Kraft zum Lenken und Kuppeln, als in einer neuzeitlichen Kutsche, meint Beckel. Aber wenn man bedenke, wieviel Geschichte bei jeder Ausfahrt mitfahre, dann mache jede Tour mit den „Alten“ unendlich mehr Spaß.

Das wissen auch Matthias Hühn, Geschäftsführer eines Wurzener Unternehmens, und der Kraftfahrzeugmeister Dieter Frech aus dem sächsischen Limbach-Oberfrohna. Sie halten mit Unterstützung der Audi-AG die organisatorischen Fäden für das Wanderer-Treffen 2010 in der Hand. Frech: „Weltweit gibt es vermutlich nur noch rund 300 Wanderer-Automobile. Da ist doch klar, dass unser diesjähriges Jubiläumstreffen im Muldental etwas ganz Besonderes sein wird.

Andreas Läbe

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