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Grimma Muldental: Hilferuf an die Politik
Region Grimma Muldental: Hilferuf an die Politik
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11:05 20.05.2015
Appell an die Politik: Frank Lichtenberger (stehend) sprach vor Svend-Gunnar Kirmes, Petra Köpping und Kerstin Köditz (sitzend von rechts) Klartext. Quelle: Roger Dietze
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Grimma

2013 könnte ein an Festivitäten reiches Kleingartenjahr werden, allerdings aus einem Grund, der zum Feiern eigentlich keinen Anlass gibt. "Richtet in diesem Jahr so viele Gartenfeste aus wie nur möglich", erklärte RV-Vorsitzender Frank Lichtenberger bei der Zusammenkunft auf Schloss Gattersburg den anwesenden Kleingärtnern aus Grimma, Colditz und Bad Lausick. Man wisse nämlich nicht, ob dies mit Einführung der für 2014 geplanten neuen Gema-Gebühren noch möglich sein werde. "Nach heutigem Stand der Dinge könnten dann für eine 70 mal 50 Meter große Veranstaltungsfläche rund 1000 Euro fällig werden", so Lichtenberger. "Dies ist zwar eine Sache, die nicht in Dresden oder Berlin entschieden wird, die aber von dort beeinflusst werden kann", so der Verbandsvorsitzende, der sicher sein konnte, dass seine Worte nicht ungehört verhallten. Denn mit Petra Köpping (SPD), Kerstin Köditz (Linke) und Svend-Gunnar Kirmes (CDU) waren gleich drei sächsische Landtagsabgeordnete seiner Einladung gefolgt.

Die bekamen denn auch zu hören, dass das Problem der Gema-Gebühren lediglich eines von vielen sei. Den größten Handlungsbedarf gäbe es beim Thema Leerstand. Während die Grimmaer und der im RV Muldental organisierte Teil der Kleingartenvereine in und rund um Bad Lausick mit knapp sieben und knapp neun Prozent Leerstand noch vergleichsweise gut da stünden, sei die Situation in Wurzen mit knapp 15 und in Colditz mit rund 23 Prozent schon heute überaus angespannt. "Und der Leerstand wird weiter zunehmen, von den aktuell 5500 Mitgliedern im Regionalverband werden in ein paar Jahren bestenfalls nur noch 4000 ihre Parzelle bewirtschaften", malte Lichtenberger eine düstere Zukunft. Zumal die Lösungsansätze für das Problem noch in den Kinderschuhen stecken würden. "Streuobstwiesen sind zwar eine gute Idee, ziehen aber die Frage nach sich, wer diese pflegen soll, da weder die Vereine noch die jeweiligen Kommunen dazu in der Lage sein werden", so Lichtenberger, der die Politik in die Pflicht nahm. "Die Kleingärten sind Teil des öffentlichen Grüns, entsprechend können wir Unterstützung von der Politik erwarten." Und Zusagen hinsichtlich der Stabilität der Pachtpreise. Denn dass diese trotz des weiter zunehmenden Leerstandes dauerhaft auf dem heutigen Niveau verharren werden, sei in Zeiten, in denen Flächen für die Errichtung von Photovoltaikanlagen heißt begehrt seien, eher unwahrscheinlich. "Hier gilt es für die Politik, Position zu beziehen", forderte Lichtenberger.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.03.2013

Roger Dietze

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