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Grimma Muldentaler Faschingsclub entführt in die Karibik
Region Grimma Muldentaler Faschingsclub entführt in die Karibik
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18:57 31.01.2010
Grimma/Nimbschen

Den drei unersetzlichen Karnevals-Ks fügten die Grimmaer Akteure in diesem Jahr noch ein viertes hinzu. Denn in Kuba ließen sie es krachen.

Auf RTL suchte Dieter Bohlen am Sonnabend den x-ten deutschen Superstar. In der Nimbschener Kulturscheune hingegen hatte Fidel Castro aufgerufen, ein Loblied auf die kubanische Kultura zu singen und mit dem Wettbewerb um den Superstar der karibischen Insel den Startschuss für eine neue Revolution gegeben.

Johannes Heine mimte den Castro und war sich völlig sicher, dass kubanische Kultur den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Daher sendete Live Radio Cuba die Einladung zum Casting hinaus in die Welt. Vier Teilnehmer und damit vier Länder blieben im Rennen. Die Amerikaner versuchten, den knallharten Typ mit Kriegserfahrung herauszukehren. Dass der brüllende Hauptfeldwebel unter der Montur Damenunterwäsche trug, entlockte Fidel nur ein müdes Lächeln. Die Sauberfrauen des deutschen Ata-Teams strapazierten lediglich die Lachmuskeln des Publikums in der Kulturscheune. Am zuvor längst festgelegten Sieg des Gastgeberlandes vermochten sie nicht mal zu kratzen. Da konnten die Mexikaner schon gefährlicher werden. Doch Fidels Tochter fidelte auch dem Trio mit Sombrero eins. Weder das Blähtalent von Don Karacho noch die stimmlichen Fähigkeiten des Teams, das versuchte mit dem Mexicana-Ohrwurm von Rex Gildo zu punkten, waren echte Konkurrenz.

Als die Moderatoren des kubanischen Radiosenders das Abstimmungsergebnis verlasen, hatten 114 Prozent der Zuhörer für die Samba tanzende Castro-Tochter gevotet. „Hier ist alles gerecht. Hier ist alles demokratisch und ohne Betrug, verkündete Vater Fidel schließlich kämpferisch und ließ sich darauf ein, das Endergebnis auf knappe 100 Prozent pro kubanische Kultura zu korrigieren. Reichlich eine Stunde amüsierte und begeisterte das Programm des Faschingsclubs. Die Mitglieder stellten erneut sowohl tänzerisches als auch schauspielerisches Talent unter Beweis. Letztgenanntes wird von den Akteuren nicht nur live auf der Bühne gefordert, sondern sorgt zugleich für herrlich komische Filmchen – eine der Besonderheiten dieses Karnevalsprogramms und wie die Abende selbst nur Dank zahlreicher Helfer und Sponsoren möglich. So boten die vier Wettbewerbsteilnehmer beim Auftakt der Nimbschener Faschingstage via Leinwand Einblick in ihren Alltag. Die Mexikaner zum Beispiel ließen dabei ahnen, dass Mitglieder des Clubs nicht nur an den bunten Abenden auf Humor stehen. Denn im Grimmaer Einkaufszentrum hatten sie sich, gehüllt in mittelamerikanische Kleidung ins Getümmel gewagt. Dort wurden Leute angesprochen und angemotzt, wurde für ein paar Euros getingelt und um Wurst gebettelt. Und wie am Sonnabend auch, quittierten die Grimmaer das mit herzhaftem Lachen.

Conny Hanspach

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