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Muldentaler Gymnasien: Positives Echo auf Abi-Standard

Muldentaler Gymnasien: Positives Echo auf Abi-Standard

Der Föderalismus macht's möglich: Das Abitur in Bayern ist ein anderes als jenes in Bremen und das in Sachsen ist mit dem in Schleswig-Holstein kaum zu vergleichen.

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Einzelarbeit nach gemeinsamem Standard: In den Kernfächern sollen die Aufgaben fürs Abitur künftig aus einem bundesweit einheitlichen Angebot stammen.

Quelle: Archiv

Muldental. Doch damit soll künftig Schluss sein. Die Konferenz der Kultusminister hat jetzt beschlossen, für die Reifeprüfungen in den Kernfächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch einen Aufgabenpool zu entwickeln, aus dem sich die Schulen in allen Bundesländern bedienen können.

Vom deutschen Einheitsabitur ist dieser Lösungsansatz noch immer ein gutes Stück entfernt. Zum einen soll die Aufgabensammlung nur allmählich anwachsen und erst ab dem Schuljahr 2016/2017 zur Verfügung stehen. Zum anderen wird die Bildungshoheit der Länder nicht aufgehoben: Der Aufgabenpool ist ein "Angebot", aus dem sich die Länder bedienen "können" - also keineswegs verbindlich. Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth begrüßte die Entscheidung dennoch. Das sei ein Schritt in die richtige Richtung, erklärte sie. Sachsen werde bereits 2014 gemeinsam mit Bayern, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gemeinsame Abiturprüfungen in Deutsch, Mathematik und Englisch durchführen und damit mehr Vergleichbarkeit von Abiturprüfungen in Deutschland herstellen.

Wolf-Dieter Goecke, Schulleiter des Grimmaer Gymnasiums St. Augustin, wertete das Ergebnis der Kultusministerkonferenz als zaghaften Anfang. "Der Aufgabenpool ist gut. Dieser muss nur von allen genutzt werden. Ich hoffe jedoch nicht, dass es dabei bleibt", sagte er. Keiner könne nachvollziehen, warum es unterschiedliche Abiturprüfungen gebe. Deshalb sollte dieses erste gemeinsame Vorgehen nicht zerredet werden. Das sei auch im Interesse jener Schüler, die aufgrund des Arbeitswechsels ihrer Eltern in einem anderen Bundesland ihr Abitur ablegen müssen. "Wir sollten dafür sorgen, dass die Schüler nicht in ihren Entwicklungsmöglichkeiten ausgebremst, sondern gefördert werden."

Auch Silke Kirsten vom Gymnasium Brandis begrüßte den Beschluss, den Standard für die Abiturprüfungen in den Kernfächern für alle Bundesländer einheitlich und damit vergleichbar zu gestalten. Durch diese Maßnahme werde die Chancengleichheit der Abiturienten auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt gewährt. "Als positiven Nebeneffekt sehe ich, dass der ewigen Polemik eines einfachen und schweren Abiturs damit entgegen gewirkt wird", so Kirsten. Es bleibe abzuwarten, wie die Durchführungsbestimmungen aussehen. "Für Sachsen und für uns als Gymnasium Brandis sehe ich in diesem Zusammenhang keine Probleme. Mit der Durchführung der länderübergreifenden Kompetenztests stellen wir uns schon seit einigen Jahren dem Vergleich mit anderen Schulen und hohen Ansprüchen des Abiturs und haben dabei immer positiv abgeschnitten."

Norbert Gamnitzer, Schulleiter des Wurzener Gymnasiums, äußerte keine eigene Meinung, verwies stattdessen an die Sächsichen Bildungsagentur. Im Gegensatz dazu bezog Kathrin Mayer, Schulleiterein des Freien Gymnasiums Naunhof, klar Position. Grundsätzlich sei jeder Schritt hin zu einer größeren Vergleichbarkeit der Schulabschlüsse in Deutschland begrüßenswert, erklärte sie. "Ob die Einrichtung eines Fragenpools für die Hauptfächer in der Abiturklausur dabei der entscheidende Schritt ist, bleibt allerdings fraglich. Es scheint vor allem der einfachste Schritt zu sein." Wichtiger wäre es laut Mayer, die Stundentafeln zu vereinheitlichen und gemeinsame Standards zu entwickeln. "Bislang liegen einige Bundesländer ungefähr zwei Schuljahre auseinander, was die Kompetenzen der Schüler im Fach Mathematik zum Ende ihrer Schulzeit angeht. Wo sollen da nun die gemeinsamen Aufgaben verortet sein? Am unteren Ende oder am oberen?"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.07.2013

LVZ

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