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Mulderadweg: Freie Fahrt fast ohne Flutschäden

Mulderadweg: Freie Fahrt fast ohne Flutschäden

Muldental. Noch etwas ruckelig, aber befahrbar: Am Mulderadweg sind pünktlich zur Hochsaison die Flutschäden weitgehend behoben.

Nur die Muldeüberfahrt bei Dehnitz muss umgangen werden. An einigen wenigen Stellen sind Fahrbahn, Beschilderung und Rastplätze beschädigt.

"Die Sitzgruppe war komplett ruiniert", sagt Wegewart Gerd Grunewald vom Landschaftspflegeverband Muldenland und stemmt die Fäuste in die Hüften. Am gegenüberliegenden Ufer von Schloss Podelwitz hatte die Freiberger Mulde Bänke und Tische aus der Betonverankerung gerissen, eine Sitzgruppe senkrecht aufgestellt und die andere in Stücken davongetragen. Nun sind die Reste in Reparatur. Wie hier in Tanndorf erging es einigen Rastplätzen entlang des Mulderadwegs. "Das ist für die Radfahrer ärgerlich", findet der Wegewart. "Schließlich möchten die nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch mal verschnaufen." Insgesamt seien die 81 Kilometer des Mulderadwegs im Landkreis wieder fast durchgängig befahrbar.

Das einzige große Hindernis ist die Überquerung der Mulde in Wurzen. Da die Dehnitzer Fähre noch nicht wieder in Betrieb ist, müssen es Radfahrer nun mit eigener Kraft über den Fluss schaffen; am besten, sie radeln über die B6-Brücke oder die Muldebrücke bei Grubnitz. "Besonders ärgerlich", sagt Wegewart Grunewald, "ist aber die Beschädigung der Schilder." Wegweiser und Infotafeln hat das Wasser umgekippt, zerstört oder fortgerissen. Erst letztes Jahr war die Beschilderung des Radweges komplett erneuert worden - zum Teil verschwendetes Geld. In Grunewalds Garage stapeln sich die weißen Schilder mit grünem Fahrrad. Sie sollen bald angebracht werden. "Mittlerweile", so Grunewald, "können auch Ortsunkundige den Weg wieder finden."

Auch die Fahrbahn sei größtenteils repariert. Entwurzelte Bäume sind entfernt, die Wege geräumt. Allerdings ruckelt es hier und da ein wenig unter dem Sattel, zum Beispiel am Trebsener Schlosspark. "Die Oberfläche ist zu weich und uneben für ein komfortables Fahren", findet der 56-jährige Grunewald. Hier waren durch Deichbrüche große Schäden entstanden. Im Schlosspark sei ein Teilstück weiterhin unbefahrbar. "Aber direkt daneben verläuft ein Weg parallel. Diese Alternative erschließt sich sofort."

Dramatischer ist der Schaden flussabwärts kurz vor Nerchau. Das Wasser hat die Landstraße unterspült und zum Teil fortgerissen.

Insgesamt belaufe sich der Schaden auf "einige zehntausend Euro", die hauptsächlich von den Kommunen aufgebracht werden müssen. "Die werden sich sicher beeilen", ist Grunewald optimistisch. "Denn der Mulderadweg ist besonders zur Hauptsaison wichtig für den Tourismus und die Gewerbetreibenden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.07.2013

Lisa Berins

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