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Grimma Mulderadweg: Reizvolle Route mit Lücken
Region Grimma Mulderadweg: Reizvolle Route mit Lücken
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17:00 19.05.2015
Positives Fazit: Roland Werner (2.v.l.), eingerahmt von Matthias Berger, Ministerialrat Peter Galiläer und Katharina Sparrer, hatte nach Grimma eingeladen. Quelle: Klaus Peschel

In Gänze realisiert ist er jedoch noch nicht, deshalb fand gestern im Grimmaer Ratssaal eine Konferenz statt.

Auf Einladung des sächsischen Staatssekretärs für Verkehr, Roland Werner, trafen sich unter anderem Vertreter von Kommunen, Landkreisen, der Landesdirektion Sachsen sowie des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, von Tourismusvereinen und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Grimma. Ziel der Veranstaltung war es in erster Linie, Entwicklungs- und Vermarktungsmöglichkeiten zu besprechen und über Lösungsmöglichkeiten für den weiterhin bestehenden Ausbaubedarf zu diskutieren.

Zwischen Eibenstock und Aue sei Anfang Mai ein interessantes Teilstück sogar mit Tunnel eröffnet worden, erklärte Werner. Wichtig sei es jedoch, am Lückenschluss zu arbeiten. Ziel müsse es sein, die Teilstücke zusammenzufügen. "Der Radtourismus zählt zu den wichtigsten touristischen Wachstumsmärkten. Wir wollen die bestehenden Schwachstellen in der Infrastruktur daher zügig identifizieren und im Wege gemeinsamer Bemühungen beseitigen", so Werner. Das aber sei keine einfache Aufgabe. "Radwegebau stellt heute häufig eine größere Herausforderung dar als Autobahnbau." Umweltbelange, Verkehrsrecht, Grundstücksfragen - die Palette der zu berücksichtigende Dinge sei sehr umfangreich.

Einen Beleg für diese Aussage lieferte im Laufe der Konferenz der Colditzer Bürgermeister Matthias Schmiedel. Im Bereich seiner Kommune würden einige einer Bahnstrecke hinterherträumen, die es nicht mehr geben werde. Dadurch sei der Radwegebau auf dieser Route blockiert. Er erhielt Zustimmung von vielen Seiten. Gerade die Bahn bereite zum Teil erhebliche Probleme, so Werner, man müsse beispielsweise Brücken bauen über Strecken, die schon Jahre keinen Zug mehr gesehen hätten und auch keinen mehr sehen würden.

Das war aber bei Weitem nicht das einzige Detail, das im Grimmaer Ratssaal zur Sprache kam. Oberbürgermeister Matthias Berger hatte in seinem Grußwort als Gastgeber das Thema einheitlicher Standards angesprochen und erhielt dafür breite Zustimmung. Im Ergebnis gab es viele Anregungen, wie es mit dem Radweg weiter gehen könnte, dessen Geschichte und Verlauf Katharina Sparrer vom Tourismusverband Burgen- und Heideland den Gästen eingangs nahe gebracht hatte.

"Einiges haben wir schon am Rande der Veranstaltung klären können", zog Werner im Gespräch mit der LVZ ein zufriedenstellendes Fazit. Die gute Beteiligung an der Konferenz habe gezeigt, wie wichtig neue Impulse für den Mulderadweg seien. @Informationen: www.muldentalradweg.de; www.saechsisches-burgenland.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.05.2013

Heinrich Lillie

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