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Grimma Mulderegatta: Grünes Licht für nassen Spaß
Region Grimma Mulderegatta: Grünes Licht für nassen Spaß
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05:00 27.08.2010
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. Am Sonnabend zwischen 10 Uhr und 11.30 Uhr können sich die Teilnehmer in Grimma auf die 21 Kilometer lange Tour nach Wurzen begeben.

Raymund Töpfer verfolgt in der Wurzener Stadtverwaltung aufmerksam die Pegelstände. Gestern wurden in Golzern 1,66 Meter gemeldet. „Die kritische Grenze liegt bei zwei Metern", so Töpfer, bis dahin sei noch Luft. Und auch die Durchflussgeschwindigkeit liegt nach seiner Auskunft im zulässigen Bereich, deutlich unter der kritischen Marke. „Nach jetzigem Stand wird die Regatta stattfinden", erklärte Töpfer. Im Gegensatz zu einigen Veranstaltungen in den Vorjahren sei nicht zu befürchten, dass Boote wegen fehlenden Wassers getragen werden müssten. Stattdessen riet Töpfer den Startern jedoch dringend zur Vorsicht, die Herausforderungen seien beim momentanen Wasserstand deutlich größer.

Mit etwa 800 Teilnehmern rechnen die Veranstalter in diesem Jahr. Genau ist die Zahl nicht zu kalkulieren, da sich regelmäßig mehr als hundert Bootsbesatzungen spontan entschließen, die spaßige Wassertour zu absolvieren.

Für Simone Höfer aus Kleinzschepa steht allerdings schon längst fest, dass sie auch morgen wieder mit ihrer Besatzung auf große Fahrt geht. Sie fahre jeden Tag über die Muldenbrücke zwischen Wurzen und Bennewitz, werfe dabei aufmerksame Blicke nach rechts und links. Fazit der Beobachtungen: Optimismus, dass die Tour stattfindet. „Das macht einfach riesigen Spaß", sagt sie, zusammen mit ihrem Mann ist sie schon seit Jahren regelmäßig dabei. Immer auf einem Schlauchboot für zehn Personen und immer unter dem gleichen Namen: statt Muldenperle ursächsisch auf „Muldenbärlle" getauft. Zur Stammbesatzung zählen inzwischen auch zwei Schleswig-Holsteiner. „Unsere Freunde Angela und Bernhard wollen sich die Muldenragatta auf keinen Fall entgehen lassen, haben den Sommer über schon ständig nachgefragt." Der Kontakt in den hohen Norden entstand übrigens im tiefen Süden: Beim Skilaufen in Österreich lernten sich die Kleinzschepaer und die Kieleraner kennen – und verabredeten sich prompt zur nächsten sportlichen Betätigung im Muldental.

Simone Höfer rechnet damit, dass es am Sonnabend etwas flotter voran gehen könnte. „Sonst hatten wir manchmal zu tun, eine Fahrrinne zu finden." Das werde diesmal wohl nicht passieren. An den Wehren allerdings müssen die Boote dennoch getragen werden. Und in dem Zusammenhang spricht sie ein Lob aus: „Es ist super, wie die vielen freiwilligen Helfer, zum Beispiel von Feuerwehren oder THW, zum Gelingen beitragen."

Heinrich Lillie

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