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Muldeschifffahrt eröffnet Saison: Touren von Grimma über Nimbschen nach Höfgen

Tourismus Muldeschifffahrt eröffnet Saison: Touren von Grimma über Nimbschen nach Höfgen

Das Warten hat ein Ende: Seit Karfreitag können Wanderer wieder mit dem Schiff von Grimma nach Höfgen und Nimbschen fahren und von dort aus die Gegend erkunden. Die Muldeschifffahrt Grimma ist mit den Schiffsführern Sven Biegel (36) und Rainer Wolf (65) erneut auf dem Wasser unterwegs.Beide wechseln sich als Kapitän und Decksmann ab.

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Rainer Wolf hat am Karfreitag in Nimbschen das Schild mit dem Fahrplan aufgestellt, vom Boot aus schaut ihm Sven Biegel zu.

Quelle: Bert Endruszeit

Grimma. Das Warten hat ein Ende: Seit Karfreitag können Wanderer wieder mit dem Schiff von Grimma nach Höfgen und Nimbschen fahren und dann von dort aus die Gegend erkunden. Die Muldeschifffahrt Grimma ist ab sofort unterwegs. Auch für Sven Biegel (36) und Rainer Wolf (65) begann damit erneut die Saison auf dem Wasser. Beide sind seit 2010 Schiffsführer mit allen notwendigen Papieren, zur ersten Fahrt war Wolf der Decksmann und Biegel der Kapitän. Insgesamt 60 Personen finden auf der 1994 in Dienst gestellten MS Katharina von Bora Platz, auf dem kleinen Schwesterschiff MS Gattersburg gibt es dagegen nur maximal 40 Plätze. Letztere ist mit dem Baujahr 1930 schon ein richtiger Oldtimer.

Mit Saisonstart fand die Zeit der Reparaturen ein Ende. In der kalten Jahreszeit werden die Schiffe auf Vordermann gebracht, auch ein Schiffsdiesel braucht Pflege. Satte 130 PS leistet der in der MS Katharina von Bora. Eine Kraft, die reichlich bemessen ist, denn auf der drei Kilometer kurzen Strecke „wird eher untertourig gefahren“, so Biegel. Doch die Mulde zählt zu den schnellsten Gewässern Mitteleuropas, da ist je nach Fließgeschwindigkeit beim Fahren gegen den Strom schon einiges an Kraft erforderlich.

Etwa auf der Mitte der Strecke liegt die Anlegestelle Nimbschen. Diese wird nur bei Bedarf angefahren, zum Aussteigen oder falls ein interessierter Passagier dort auf das Schiff wartet. „Ansonsten fahren wir langsam vorbei“, sagt Wolf. Zur Saisoneröffnung war das jedoch etwas anders – zwar wollte niemand ein- oder aussteigen, angelegt wurde aber trotzdem. Denn Rainer Wolf hatte den Fahrplan samt Gestänge mit an Bord und brachte das Schild nun wieder fachgerecht direkt am Steg an. „Ein klares Zeichen für alle Wanderer, dass die Schiffssaison wieder läuft.“ Die Fahrstrecke haben beide im Kopf, mal muss links, und dann wieder rechts gefahren werden. „Man muss genau wissen ,wo die Fahrrinne ist. Und selbst die wird hin und wieder zugeschwemmt. Dann kann es schon mal am Schiffsboden kratzen“, so Biegel.

Die Premierenfahrt wollten sich auch die Grimmaer Philipp Dunkel und Beate Strauß nicht entgehen lassen, die mit Kindern und Freunden von Grimma nach Höfgen aufbrachen. „Ich bin sogar schon dreimal mitgefahren“, verriet der siebenjährige Julian. „Das mach großen Spaß.“ Als Grimmaer müsse man mindestens einmal im Jahr mit dem Schiff nach Höfgen fahren, meint Philipp Dunkel. „Und im Sommer wird das Ganze dann sicherlich wiederholt.“

Gefahren wird nun bis Ende Oktober mittwochs bis freitags zwischen 11 und 17 Uhr stündlich ab Grimma und nach der Ankunft in Höfgen wieder zurück. An Wochenenden und an Feiertagen ist das Schiff noch eine Stunde länger auf der Mulde unterwegs. Die Einzelfahrt kostet für Erwachsene 3,10 Euro, für Kinder zwei Euro. Wer die Hin- und Rückfahrt gleich bei der Abfahrt löst, zahlt als Erwachsener für beide Touren nur 5,30 Euro und als Kind nur 3,20 Euro.

Von Bert Endruszeit

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