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Grimma Muntere Einwohnerfragestunde im Colditzer Stadtrat
Region Grimma Muntere Einwohnerfragestunde im Colditzer Stadtrat
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16:46 06.03.2017
Quelle: Thomas Kube
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Colditz

Peter Vogel ist ein richtiger „Wander-Vogel“. Sonst genießt er die Waldluft um Colditz – diesmal aber macht er seinem Unmut Luft. Er kritisiert die seiner Meinung nach unzureichende Beschilderung von Wanderrouten. „Das gut ausgebaute Netz aus DDR-Zeiten ist zusammen gebrochen“, wettert er im Stadtrat. LVZ konfrontiert Annett Mehner von der Tourist-Information mit dem Vorwurf. Sie räumt zwar Handlungsbedarf ein, sieht jedoch nicht ganz so schwarz: „Nach entsprechender Reparatur gibt es bereits an verschiedenen Orten neue Informationstafeln.“ Sie verspricht, mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst in Kontakt zu treten, ob an bestimmten Gabelungen noch weitere Wegweiser aufgestellt werden können. Man sei nie untätig gewesen: In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Leipzig kontrolliere regelmäßig ein Wegewart die Beschilderung auf dem Mulderadwanderweg, heißt es. Auch im historischen Tiergarten seien Informationstafeln und Wegweiser aufgestellt worden. Ob „Bad Lausick und Colditzer Forst“ oder „Kohrener Land, Rochlitz, Colditz und Colditzer Forst“ – in ihrem Büro am Markt sei Kartenmaterial mit Routen, Gedenksteinen und Ausflugszielen erhältlich, sagt Mehner. Dazu auch ein Flyer, der eine große und kleine Wanderung beschreibt.

Die Zschadraßerin Uta Plath vom eingetragenen Verein Tierhilfe Leipzig-Land appelliert an die Stadtväter: „Bitte unterstützen Sie uns bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten.“ Nahezu ihr gesamtes verdientes Geld stecke sie in die Tierschutzarbeit, habe bereits fünf Zimmer ihres Wohnhauses mit streunenden Katzen belegt, stoße nun aber an Kapazitätsgrenzen, sagt die ehrenamtliche Aktivistin, die gemeinsam mit der Vorsitzenden Nicole Köhler weitere Mitstreiter und Spender hinter sich wisse. Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos) kennt das Problem der unkontrollierten Vermehrung der Katzen und der fehlenden Unterbringungsmöglichkeiten: „Wir haben bereits einige in Frage kommenden Objekte geprüft, sind letztlich aber noch nicht fündig geworden. Vielleicht reagiert ja eine Privatperson auf den Hilferuf. Es würde mich freuen.“

Dem Colditzer Gemeindegebiet könnte in diesem Jahr ein weiteres Fest ins Haus stehen. Eines, das bislang noch auf keinem Veranstaltungskalender berücksichtigt ist: Der Podelwitzer Frank Lessig informiert die Ratsherren darüber, dass sein Heimatdorf heuer 800 Jahre alt wird. Es gebe verlässliche Unterlagen, die dies bezeugten. Dennoch bittet er die Stadtverwaltung, dies noch einmal zu prüfen. Gudrun Werner vom Stadtarchiv stößt vorerst noch auf keine urkundliche Ersterwähnung, bringt daraufhin eine Anfrage in Dresden auf den Weg. Bürgermeister Schmiedel spricht das Machtwort: „Ehe da eine Antwort zu erwarten ist, vergeht sicher wertvolle Zeit. Die Podelwitzer beziehen sich bei ihren glaubhaften Recherchen auf die 1217 erstmals genannte Burg an der Wasserfurt, den Vorläufer des heutigen Wasserschlosses. Ob es damals schon den dazugehörigen Ort gab oder nicht, ist doch zweitrangig, deshalb geben wir den Feierlichkeiten schon vorab grünes Licht“, so der Stadtchef. Frank Lessig kündigt gegenüber der LVZ ein mögliches Fest „von Podelwitzern für Podelwitzer“ im Spätsommer an. Zunächst werde es einen offiziellen Aufruf geben, danach die Bürgerversammlung mit Gründung des Organisationskomitees. Neben der Begeisterung der Einwohner setze er vor allem auf die Unterstützung durch die örtlichen Vereine, sagt Lessig, selbst Mitglied im Förderverein des Schlosses.

Von Haig Latchinian

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