Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Musical am St. Augustin feiert bald Premiere
Region Grimma Musical am St. Augustin feiert bald Premiere
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 12.02.2010
Anzeige
Grimma

Die Gymnasiasten stehen erst am Anfang, eine neue kulturelle Ära reifen zu lassen, mit der am St. Augustin das Musical fest etabliert werden soll. „Es gab Theater-, Musik- und Tanzgruppen, aber noch keine Musicalgruppe“, sagt Nele Neugebauer. Für die Umsetzung wurde sogar ein Casting initiiert, um geeignete Mitstreiter auch aus anderen Schulen zu sichten und möglichst auch aus allen Klassenstufen. Nun treffen sich seit Monaten 15 Mädchen zu den Proben, mindestens einmal wöchentlich. Die Jüngsten sind Tara Neugebauer und Isabelle Moritz aus der sechsten Klasse, mit 17 Jahren tanzt Emilia Börger als Älteste unter den Mädchen mit. Und es gelang auch, Anika Lohnherr und Antonia Langhof vom Brandiser Gymnasium für die Musical-Company zu gewinnen.

„Wir waren aber am Anfang viel mehr. Der Rest ist wieder abgesprungen“, sagt Nele und sieht den Grund dafür im „sehr hohen Anspruch“, mit dem sie sogar unter ihren Mitstreiterinnen für hochgezogene Augenbrauen sorgt. „Ja Entschuldigung, aber beim Musical musst du singen, tanzen und schauspielern können.“ Was offenbar nichts für das sogenannte starke Geschlecht ist, denn männliche Darsteller fehlen. „Weil die Jungs vielleicht eine falsche Vorstellung vom Musical haben. Die halten das für zu mädchenhaft“, glaubt Maja Brandes.

Außerdem „wird zu unrecht das Musical schwer belächelt und abgetan als nicht so hohe Kunst“, meint Inken Neugebauer, die Mutter von Nele. Sie ist zwar Buchhändlerin, die AEC-Mädchen akzeptieren sie aber als mütterliche Betreuerin, und Managerin. „Ich kümmere mich um alles im Hintergrund – die Kostüme, das Geld sowie die Termine für Proben und Auftritte. Und wenn jemand auf den Tisch hauen muss, dann bin ich das“, stellt Inken Neugebauer klar. Ebenso unmissverständlich fügt sie noch an: „Diese Musicalgruppe funktioniert nur im Team, jedes Mitglied ist gleichwertig und hat letztendlich die gleiche Stimme.“

Wenn es um die Choreographie geht, hat allerdings Nele das Sagen. Schließlich wolle und dürfe man aus urheberrechtlichen Gründen nicht das Original „Wicked – Die Hexen von Oz“ vom New Yorker Broadway kopieren. Was auch das „Es war einmal“ vor dem Wicked erkläre, sagt die Managerin. In der Schulaula wurde und wird hart geprobt. Jetzt in den Ferien stellt Katharina Freystein der Truppe kostenlos ihr Ballett- und Tanzstudio in Naunhof zur Verfügung. Das Ergebnis wird am 25. und 27. Februar sowie am 11. und 13. März jeweils um 19 Uhr in einer einstündigen Show zu sehen sein. Nicht auf dem Broadway, sondern in der Aula des St. Augustin.

Frank Schmidt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wissen Sie, was Zeit ist? „Eine erschöpfende, eindeutige Antwort gibt es nicht auf diese Frage“, meint die Naunhoferin Gisela Lüttke-Buddrus. Und doch hat sie mehrere hundert Antworten parat, genauer gesagt: Sprüche.

12.02.2010

Hohburg/Plaußig. Seit dem Wochenende und noch bis zum 21. März erwartet die Besucher der Plaußiger Naturschutzstation (nahe Taucha) eine ganz besondere Schau: Matthias Müller, Leiter des Hohburger Steinarbeiterhauses, zeigt Aktfotos, die er im Steinbruch aufgenommen hat.

11.02.2010

Mit 29 Veranstaltungen von Konzerten über Ausstellungen bis hin zur Schlossweihnacht hat die Gesellschaft Schloss Colditz (GSC) für 2010 wieder ein gleichermaßen umfang- wie abwechslungsreiches Kulturprogramm zusammengestellt.

11.02.2010
Anzeige