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Musik und Hammerschlag – ein harmonisches Duo im Jagdhaus Kössern

Kulturprogramm 2016 Musik und Hammerschlag – ein harmonisches Duo im Jagdhaus Kössern

Wir hatten ein tolles Jahr 2015 mit tollen Konzerten“,zieht Ute Wächtler, Geschäftsführerin des Dorfentwicklungs- und Kulturvereins Kössern „Das Jagdhaus“, Bilanz aus 23 Veranstaltungen. Eine Bilanz, die Schwung gibt fürs neue Jahr, in dem die Jagdhausbesucher ein ähnlich umfangreichens wie anspruchsvolles Programm erwartet. – Trotz Bauarbeiten.

Der barocke Festsaal bietet ein ganz besonderes Ambiente für die Veranstaltungen im Jagdhaus Kössern.

Quelle: Foto: Frank Schmidt

Grimma/Kössern. „Wir hatten ein tolles Jahr 2015 mit tollen Konzerten“,zieht Ute Wächtler, Geschäftsführerin des Dorfentwicklungs- und Kulturvereins Kössern „Das Jagdhaus“, Bilanz aus 23 Veranstaltungen. Eine Bilanz, die Schwung gibt fürs neue Jahr, in dem die Jagdhausbesucher ein ähnlich umfangreichens wie anspruchsvolles Programm erwartet. – Trotz Bauarbeiten. Da werde das Haus eben doppelt klingen – von Musikern und Publikum, aber auch von Handwerkern“, lacht sie. Den Auftakt bildet am Sonntag, 17. Januar, das Duo Sassoni (Alt, Klavier) mit Werken von Brahms und Schumann.

Die Arbeiten waren 2014 begonnen worden, auch aktuell wird gewerkelt – Ende Januar sollen neue Fenster eingebaut und der zweite Fluchtweg fertiggestellt werden. Dass es keine größeren Einschränkungen bei den Veranstaltungen gab, ist dem nahen Rittergut zu danken. „Es war relativ schnell klar, dass wir im Falle des Falles dorthin ausweichen können, denn der Bauablauf war zwar bekannt, aber – der Denkmalstruktur des Hauses geschuldet – vielen Zufällen unterworfen“, betont Vereinsvorsitzender Bernd Wagner die unbürokratische Hilfe und überhaupt die gute Kooperation mit der Rittergut Kössern GbR. „Wir haben eine gemeinsame Tradition und uns vorher abgestimmt, damit in der kulturellen Ausrichtung keine Konkurrenzsituation aufkommt.“ Die Ausrichtung der Jagdhausveranstaltungen auf das ganz besondere Ambiente des barocken Festsaales brachte beim Ausweich ins Rittergut aber auch das ein oder andere Problem mit sich. Doch das Jagdhaus-Team wusste sich zu helfen: Um der Lesung „Göttergeschichten“ mit Schauspieler Gunter Schoß den passenden Rahmen zu geben, wurde das Deckengemälde des Jagdhaussaales kurzerhand an die Decke im Rittergut projiziert. „Unser Publikum trägt die Situation mit Fassung, denn es freut sich, dass das Jagdhaus saniert wird“, sagt Wagner.

„Auch fürs erste Halbjahr 2016 – für das zweite wird noch am Programm gefeilt – haben wir alle 15 Veranstaltungen erst einmal fürs Jagdhaus geplant“, sagt Wächtler. „Wir wollen in keinem Fall die Assoziation Veranstaltungen und Jagdhaus verlieren“, betont sie und hält einen Stapel Aufkleber, die über eine kurzfristige Verlegung informieren, parat. „Irrläufer unter Besuchern, können wir, da Jagdhaus und Rittergut im gleichen Dorf sind, ja notfalls einsammeln“, schmunzelt Siri Köppchen. Sie hat als Kulturfrau des Vereins die Veranstaltungen organisiert. Der Bogen ist wieder weit gespannt, vom Klavierkonzert über heitere Muse bis Kabarett. „Einer der Höhepunkte wird der Kammermusikabend mit dem Tanabe-Quartett werden“, ist Köppchen überzeugt.

„Die Musiker hatten das Jagdhaus privat besucht und sich dann für ein Konzert angeboten“, erzählt sie. Andere Künstler dagegen sind dem Haus schon über Jahre verbunden, ihre Auftritte haben Tradition. Zum Beispiel das Best-of von Meigl Hoffmann im Februar. Eine ganze Reihe sollen auch die Violinkonzerte mit Kathrin ten Hagen und Alexander Meinel werden, freut sich Köppchen. Ebenfalls nicht aus dem Jahresprogramm wegzudenken ist das Musikcafé zum Frauentag. Im Gegenteil. Der Zulauf ist so groß, dass das Jagdhaus es, wie schon 2015, im Doppelpack anbietet. Aber auch Neues wird gewagt: „Wir leisten uns einen Ausflug in zum Teil elektronische Cellomusik.

Mal sehen, was das Publikum, das uns vor allem mit Klassik verbindet, dazu sagt“, ist sie gespannt und hofft, damit auch jüngeres Publikum anzuziehen. Wobei – dafür tut der Verein schon eine ganze Menge. Nicht nur mit den Familienkonzerten. „Mindestens einmal im Jahr bieten wir auch dem Klaviernachwuchs vom centrum musicum eine Bühne. Neu ist, dass jetzt auch Gäste mit anderen Instrumenten hinzukommen“, verrät Köppchen. Die Veranstaltungen werden auch 2016 wieder von Kulturraum und Sparkassenstiftung gefördert, merkt Wächtler an und freut sich darüber um so mehr, als Einnahmen aus Vermietung für Hochzeiten und Geburtstage, die für die Finanzierung der Kultur benötigt werden, aufgrund der Bauarbeiten zur Zeit nicht wie sonst fließen.

Genutzt wird aber auch der große Garten. So steht fürs zweite Halbjahr schon der zweite Apfeltag fest. Immerhin breiten im Jagdhausgarten über 70 Apfelbäume mit 30 Sorten ihre Äste aus. Wir haben sogar Baumpatenschaften vergeben, und daraus resultiert natürlich eine Bindung ans Haus“, sagt Wagner. – Ein barockes Kleinod, das der Jagdhausverein seit 15 Jahren mit Leben füllt. Vergangenen September blickte er auf sein 15-jähriges Bestehen zurück. Eine Feier musste wegen der Bauarbeiten verschoben werden. „Aber wir wollen sie nach deren Abschluss nachholen und bei der Gelegenheit vielleicht auch zeigen, dass sich auch viele unserer Mitglieder kreativ betätigen – malen, musizieren, fotografieren“, macht Wagner neugierig.

Von Ines Alekowa

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