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Grimma Musikantentreffen in Grimma diesmal so international wie nie zuvor
Region Grimma Musikantentreffen in Grimma diesmal so international wie nie zuvor
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05:00 09.07.2011
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. Das Jugendblasorchester Grimma (JBO) als Ausrichter des großen Musikfestes erwartet vom 16. bis zum 18. September insgesamt 26 Musikformationen, von denen genau die Hälfte – 13 – aus fernen und näheren Ländern in Grimma anreisen wird.

Mit Deutschland sind es insgesamt neun Nationen, die in diesem Jahr in der Muldestadt in musikalischen Wettstreit treten, aber auch – wie bei der Musikparade am Sonnabend im Stadion der Freundschaft – einträchtig und harmonisch gemeinsame Titel spielen werden. In der verbleibenden Zeit bis zum Musikantentreffen wird die LVZ Muldentalzeitung in jeder Woche die Teilnehmer eines Landes vorstellen. Die Anzahl der Orchester ist unterschiedlich. Kommt aus Kanada, Brasilien, Frankreich, Serbien und Österreich jeweils eine Musikformation, so reisen aus Tschechien und Japan zwei an, und aus Ungarn erwartet man im September in Grimma sogar vier Orchester.

Es war vor dem letzten „Mu-Treffen", wie man in JBO-Kreisen salopp sagt, anno 2008, als Orchesterleiter Reiner Rahmlow und seiner Crew die Idee kam, ein eigenes Logo für das Musikantentreffen zu kreieren. Es gab viele Ideen, doch die von Axel Büchler und Olaf Buchheim gefiel den Musikern am besten. Nämlich die lustigen Figuren, die das internationale Flair rüberbringen: Die japanischen Stäbchen mit dem Saxophon, die brasilianische Banane mit der Konga und die ungarische Paprika mit dem schweren Sousaphon. Solche Instrumente kennen Axel und Olaf, die heute mit ihrer Firma flashlight media die Öffentlichkeitsarbeit für das JBO in der Hand haben, recht gut. Waren sie doch beide selbst lange Jahre Mitglieder des Jugendblasorchesters Grimma. Das Logo mit Stäbchen, Banane und Paprika ist nun ständiges Markenzeichen für die Musikantentreffen, die in Grimma auch nach dem diesjährigen siebenten noch lange weitergeführt werden sollen.

Zwar gehen noch zehn Wochen ins Land, bis Grimma wieder klingt (und singt), doch die Organisatoren des JBO haben alle Hände voll zu tun. Orchester-Chef Reiner Rahmlow, der am rechten Arm operiert werden musste (die LVZ berichtete), ist zwar noch krank und zu Hause. „Aber mit Links am Computer oder am Telefon, das geht schon, es ist ja so viel zu tun, da kann ich nicht einfach faul rumsitzen", sagt er. Rahmlow sei froh, dass jetzt ohnehin Sommerpause für das Orchester ist und keine Auftritte auf dem Programm stehen. „Denn mit dem Dirigieren, das wird noch nichts, hoffentlich ist im September alles wieder in Ordnung."

Und so hängt sich Reiner Rahmlow ans Telefon – bespricht das Programm mit der Gema, konkretisiert mit den anderen noch einmal den Zeitablauf im großen Festzelt auf dem Volkshausplatz, legt die Kategorien für die Publikumslieblinge fest, regelt die Belegung der Unterkünfte in den Grimmaer Schulen und Turnhallen für die Gastorchester, spricht mit vielen Grimmaern wegen der noch nötigen Privatquartiere für die Orchester aus Japan, Brasilien und Kanada, organisiert Betreuer für die einzelnen Musikformationen, spricht mit dem Catering-Unternehmen die Essensportionen ab... Und verschickt schließlich die letzten Noten an Nachzügler. Immerhin spielen die Orchester am Sonnabend im Stadion fünf Stücke gemeinsam.

Silke Hoffmann

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