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Grimma Mutter Natur auf der Spur
Region Grimma Mutter Natur auf der Spur
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05:00 19.08.2010
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. Dorthin hatten die Volkshochschule Muldental (Vhs) sowie der Verein Naturpark Muldenland eingeladen, um eine Ausstellung mit Tierfotografien des 40-Jährigen zu eröffnen. Startschuss für das Projekt „Umweltbildung für Kinder", das der Naturpark-Verein gemeinsam mit der Vhs auf den Weg gebracht hat.

„Unser Thema Nummer Eins ist die Naturbildung", erläutert Naturpark-Verein-Projektmanagerin Viola Heß. Dabei würden sich die in Zusammenarbeit mit der Vhs seit gut einem Jahr angebotenen Exkursionen durch die Muldelandschaft zunehmender Beliebtheit erfreuen. „Aus den anfangs sechs bis sieben Teilnehmern sind mittlerweile im Durchschnitt 20 geworden", weiß Britt Gappa, Vhs-Fachbereichsleiterin Sprachen, Politik, Gesellschaft, zu berichten. „Dies zeigt, dass die Bedenken, die Menschen der Region besäßen kein offenes Auge für die sie umgebende Natur, unbegründet sind", so Grappa, die ferner auf das Projekt „Junior-Rangers" hinweist, in dessen Rahmen ab September 2011 acht- bis zwölfjährige Mädchen und Jungen zu Naturführern ausgebildet werden sollen.

Gut möglich, dass Vhs und Naturpark-Verein dank Oliver Richters Unterstützung in diesen Tagen schon einige Freiwillige gewinnen konnten. Denn die beeindruckenden Fotos des Grimmaer Industriekaufmanns sind zweifellos dazu geeignet, selbst jenen Zeitgenossen Lust auf Natur zu machen, die sonst eher selten ihre Schritte in diese lenken. Zu dieser Fraktion hat Oliver Richter nie gehört, ging er doch bereits als kleiner Junge regelmäßig mit seinem Vater auf die Pirsch. Allein das Interesse für die Naturfotografie wurde bei dem 40-Jährigen eher durch Zufall geweckt. „Eines schönen Tages flog ein Schwalbenschwanz-Schmetterling um mich herum, setzte sich schließlich auf eine Ähre, und ich drückte ab."

Der Beginn einer Leidenschaft, die den Muldestädter schon viele Euros in Form von spezieller Kameratechnik und noch mehr Stunden in Wald und Flur gekostet haben. Denn egal ob Richter Vögeln vor einer Pfütze in einem Gewerbegebiet auflauert oder Wasserfrösche in der Paarungszeit auf seinen Chip zu bannen beabsichtigt – er muss meistens jede Menge Zeit mitbringen. Zum Beispiel eine Stunde, um eine Waldameise so ablichten zu können, wie sie sich derzeit dem Auge des Betrachters im Schullandheim Bennewitz präsentiert. Nur ein Foto von vielen, die mehrheitlich entlang der Mulde entstanden sind. „Aber ich fröne selbstredend der Naturfotografie auch im Urlaub, was allerdings nicht immer so ganz nach dem Geschmack meiner Familie ist", gesteht der Grimmaer. Roger Dietze

Roger Dietze

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