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Grimma Mutzschen: Polnischer Keramiker lässt Brennofen zum Leuchtturm werden
Region Grimma Mutzschen: Polnischer Keramiker lässt Brennofen zum Leuchtturm werden
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00:17 01.02.2016
Künstlergut Prösitz: Die Leiterin des Künstlerhauses, Ute Hartwig-Schulz, schuf diese Plastik im Donnerstagskurs. Quelle: Thomas Kube
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Grimma /Prösitz

Im nächsten Jahr feiert das Künstlergut Prösitz seinen 25. Geburtstag. Die Geschäftsführerin Ute Hartwig-Schulz, die 1963 in Berlin geboren wurde, hat in all diesen Jahren dafür gesorgt, dass Prösitz nicht nur in Grimma bekannt ist, sondern Bundesweit. Seit 1992 gibt es den Verein Künstlergut Prösitz, der den Hof betreibt und Veranstaltungen organisiert. Jedes Jahr werden Arbeitsstipendien an junge Künstlerinnen mit Kindern vergeben.

Schon von weiten sieht man in Prösitz, dass es in dem Mutzschener Ortsteil ein Künstlergut gibt. Quelle: Thomas Kube

Bewerberinnen kommen aus Deutschland und selbst aus Europa. „Insgesamt haben sich in diese Jahr 49 Frauen beworben.“, sagte Ute Hartwig-Schulz. Suse Bauer aus Hamburg, Liebke Bachmann aus München, Aleen Solari aus Hamburg, Susan Donath aus Dresden, Rahel Bruns aus Hamburg, Amelie Brisson, gebürtige Kanadierin aus Hamburg, Alexandra Müller aus Berlin und Julia Pfeiffer aus Berlin gehören in diesem Jahr zu den Stipendiatinnen, die an Symposien teilnehmen und sich mit der Bildhauerei, der Installation oder performativen Kunst beschäftigen werden. Ziel ist eine gemeinsame Ausstellung aller Stipendiatinnen. In diesem Jahr stellen die Stipendiatinnen von 2015 vom 23. April bis 15. Mai in der Klosterkirche aus.

Neben der Förderung von Künstlerinnen und der Arbeit mit ambitionierten Laien spielt die Kunst im öffentlichen Raum eine große Rolle. Ute Hartwig-Schulz ist die Vorsitzende der AG Kunst im öffentlichen Raum in Sachsen. In diesem Zusammenhang erklärte sie, dass der Verein Künstlerhäuser aus dem Vereinsregister gelöscht werden soll und dafür eine AG gegründet werden soll. Dabei soll der Bund Bildender Künstler als Partner fungieren. Das Prösitzer Künstlerhaus wird im Juni eine große Aktion in Mutzschen durchführen. Bereits 2015 erregte das Künstlergut große Aufmerksam in Mutzschen, als es mit Künstlern und Mutzschener Schülern eine Straßengalerie in leeren Wohnhäusern gestaltete.

Im Juni soll ein Kunstobjekt auf dem Markt entstehen und das Projekt Straßengalerie weiter geführt werden. Geplant ist die Schaffung eines meterhohen Freibandofens aus dem Werkstoff Glas, von dem Künstler Mateusz Grobelny. Der Glasturm soll als Kunstobjekt und leuchtende Landschaftsmarke nachhaltig im Muldental erhalten bleiben. „Der Künstler ist in Polen eine Institution“, erzählt die Geschäftsführerin Ute Hartwig-Schulz. Sie selbst war schon mehrfach in der Heimatstadt des Künstlers in Bunzlau, die für seine Keramik bekannt ist.

„Letztes Jahr konnte ich in Bunzlau erleben, wie der Keramikofen selbst zu Kunstwerk wurde“, erklärt sie. Genauso wie in Mutzschen angedacht, wurde Keramik in dem Freibrandofen vor vielen Zuschauern gebrannt. „Ich habe sächsische Künstler eingeladen, die den Ofen in Mutzschen bestücken werden“, wirbt die Geschäftsführerin. Doch zuvor wird der Künstler selbst nach Mutzschen kommen und allen Interessierten sein Projekt erläutern. Das wird am 13. März ab 15 Uhr im Pfarrhaus in Mutzschen erfolgen. Anlässlich des bundesweites Tages der Töpferei am 12. und 13. März wird es auch eine kleine Keramikausstellung auf dem Künstlergut geben.

In diesem Jahr wird es eine Kooperation mit Lügenmuseum in Radebeul geben. Geplant ist eine Kunstaktion auf dem Brühlschen Terrassen in Dresden. In Planung ist auch ein interkultureller Tag pro Woche, an dem Asylbewerber sich künstlerisch betätigen und mit Bürgern der Region ins Gespräch kommen können.

www.kuenstlergut-proesitz.de

Von Cornelia Braun

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