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Grimma Mutzschener Gänsemarkt Eskildsen öffnet seine Pforten
Region Grimma Mutzschener Gänsemarkt Eskildsen öffnet seine Pforten
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15:52 27.10.2016
Lorenz Eskildsen: Mit Wichtelmännchen aus Lappland wird dieses Jahr die Nordische Weihnacht bereichert. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Grimma/Mutzschen

Der Countdown für Weihnachten läuft. Für das Fest der Feste ist das erste Federvieh auf der Gänsefarm Eskildsen bei Mutzschen ausgestallt worden. Und am 1. November öffnen sich die Pforten des traditionellen Gänsemarktes mit dem Flair eines Weihnachtsmarktes.

Oder sollte man in diesem Jahr eher Wichtelmarkt sagen? „Möglicherweise“, macht Lorenz Eskildsen, Chef der Gänsefarm, verschmitzt schmunzelnd neugierig. „Unsere Besucher sollten sich dieses Jahr auf der etwa 1500 Quadratmeter großen Fläche des wetterfesten Gänsemarktes gut umschauen, dann entdecken sie erstmals Wichtelmännchen, die als Handpuppen-Unikate aus Lappland zu uns gekommen sind und unsere Nordische Weihnacht auf dem Gänsemarkt bereichern.“ Überhaupt, so Eskildsen, gibt es eine ganze Reihe kleinere Neuheiten, die eben nicht überall zu haben sind und den Unterschied ausmachen würden.

Dennoch hält Eskildsen auch an Bewährtem fest. Etwa an einer multimedialen Dokumentation vom Legen der Eier über die Aufzucht und Haltung der Tiere sowie der Schlachtung und Verarbeitung bis hin zum Füllen der Federbetten. Besuchermagnet ist das beliebte Gänseessen unter Mittag und die inzwischen stets gut besuchten Kulturveranstaltungen im Wintergarten des Gänsemarktes. „Das hat mal ganz klein angefangen. Ob Sie das glauben oder nicht, aber ich habe ohne kommerzielle Absichten mit dem Gänsemarkt in einer Garage angefangen und konnte mir damit einen Traum erfüllen. Nicht viel anders war es auch mit den kulturellen Veranstaltungen, da bin noch etwas blauäugig rangegangen, schließlich bin ich Bauer und Landwirt, kein Gastronom oder Kulturmanager. Aber wir haben dazugelernt, so dass sich diese Veranstaltungen von Mal zu Mal entwickelt haben“, zeigt sich Eskildsen zufrieden damit.

Doch längst ist aus dem Gänsemarkt Kommerz geworden und lockt seit 23 Jahren die Besucher an, 15 Jahre davon auch jene, die an der Kultur interessiert sind. Soll heißen, für die bis zu 15 000 Mastgänse, die auf der Weide und in den Ställen stehen, stehen in der Spitze bis zu 60 Menschen in Lohn und Brot. Wohl wissend, so räumt Eskildsen ein, „dass wir nicht perfekt sind. Aber der Zuspruch zeigt, dass uns kleine Fehler verziehen werden.“

Keine Kompromisse werden in der Qualität zugelassen, denn Gans ist nicht gleich Weihnachtsbraten. „Bei uns laufen die Gänse 22 Wochen und bringen bis zu sieben Kilogramm Lebendgewicht auf die Waage. Und davon bleibt ein ordentlicher Festtagsschmaus mit etwa fünf Kilogramm Fertigbratengewicht übrig“, erklärt der Experte. Damit habe man seit 2014 ein Produkt unter dem Markennamen „Saxen-Gans“ mit Tierschutzsiegel, das ausschließlich bei Eskildsen produziert und vermarktet wird und nicht in Kühltruhen von Supermärkten liegt.

Von Frank Schmidt

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