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Grimma Mutzschener Haushaltentwurf steht
Region Grimma Mutzschener Haushaltentwurf steht
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05:00 17.12.2009
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Mutzschen

Das Dumme nur: So sehr sie auch dämmeln – sie bekommen die Karre nicht vom Fleck.

Womöglich eine Parallele zu Mutzschens Stadtvätern. Auch die bemühen sich seit langem darum, den von Haushaltsjahr zu Haushaltsjahr mitgeschleppten Fehlbetrag entscheidend zu verringern, was noch immer nicht gelungen ist. Kämmerer Steffen Wahle: „Von über 400 000 Euro sind wir immerhin schon auf 317 000 Euro runter.“ Dabei, so Ortschef Graf, hätten die Mutzschener allen Grund, stolz zu sein: „Bei den in der Presse regelmäßig abgedruckten Gewerbesteuereinnahmen holen wir als die oft zitierte graue Maus merklich auf. Doch werden wir dafür spätestens nach zwei Jahren mit deutlich weniger Schlüsselzuweisungen bestraft.“ Wahle: „Allein im nächsten Jahr bekommen wir vom Land voraussichtlich 206 000 Euro weniger.“

Einstimmig beschließen die Räte die öffentliche Auslegung des Haushaltentwurfs 2010. Motto: Sparen, ja – auf der Stelle treten, nein! So will Mutzschen auch im kommenden Jahr in die Stadtkernsanierung investieren. Die Umgestaltung der Grimmaischen Straße läuft bereits. Nachdem man sich erfolgreich durch massiven Fels gekämpft hat, soll das Projekt über die Feiertage ruhen. Graf: „Die Straße wird über Weihnachten und Neujahr zumindest provisorisch befahrbar sein.“ Dann müssten auch nicht mehr so viele motorisierte Mutzschener auf die Umgehungsstraße ausweichen. Immer wieder ein riskantes Unterfangen, da dort – so die Stadtverwaltung – manche Autos mit überhöhter Geschwindigkeit um die Kurve rauschen. Graf: „Wir schalteten bereits die Behörden ein. Doch die halten Tempolimit 60 für ausreichend.“

Was die Bauvorhaben anlangt, so will Mutzschen im nächsten Jahr Vollgas geben. Im Juni, Juli und August soll die Turnhalle energetisch saniert werden. Außerdem ist 2010 der Start des ersten Bauabschnitts der kombinierten Kita mit einem Volumen von rund anderthalb Millionen Euro vorgesehen. Doch damit nicht genug: Zu Beginn des Jahres kommt eine Solaranlage auf das Dach der Großküche. Dafür will die Stadt einen Kredit von 230 000 Euro aufnehmen. Es sei, so Graf, kein Geschäft, das zu Lasten der Pro-Kopf-Verschuldung (aktuell 750 Euro) geht, sondern eine Investition in die Zukunft. Deshalb spricht der Ortschef nicht von einem kommunalen, sondern einem rentierlichen Kredit. Rentierlich? Vielleicht kommen die schon erwähnten Rentiere so besser voran.

Haig Latchinian

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