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Grimma Mutzschener Leuchtturm leuchtet im polnischen Bunzlau
Region Grimma Mutzschener Leuchtturm leuchtet im polnischen Bunzlau
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05:00 16.08.2017
In der Ausstellung: Ute Hartwig Schulz, Detlef Rohde im Gespräch mit Künstler Mateusz Grobelny. Quelle: privat
Grimma/Bunzlau

Die Fotodokumentation „Der Leuchtturm von Mutzschen“ an der Via Regia von Detlef Rohde stieß auf großes Interesse im Kulturzentrum der polnischen Keramikmetropole Bunzlau. Mit 13 ausgewählten Fotos aus rund 1200 Aufnahmen dokumentiere der Hobbyfotograf die Entstehung des Mutzschener Leuchtturmes. Dieser wurde auf dem Mutzschener Marktplatz 2016 mit Hilfe des polnischen Künstlers Mateusz Grobelny gebaut. Für Ute Hartwig-Schulz, die von Prösitz aus die europäische Kulturstraße Via Regia für Sachsen aktiviert, war es fast ein Heimspiel. Nach etwas mehr als einem Jahr konnte sie mit Hilfe von Aufnahmen von Detlef Rohde das Projekt des Künstlergutes Prösitz in der Heimatstadt des Künstlers präsentieren. Bei der Vernissage war auch der polnische Künstler anwesend, der dieses Mal zum internationalen Keramikfestival keinen Freibrand inszenierte, da der Künstler kurz zuvor geheiratet hatte. Somit konnte mit der Ausstellung von Detlef Rohde zumindest optisch ein Ersatz für das Event gefunden werden. „In seiner Eröffnungsansprache hob der polnische Künstler, der auch zugleich der Vorsitzende des Keramikfestivals ist, hervor, dass es im Laufe der Jahre gelungen ist, die Stadt von der Bedeutung des Festivals zu überzeugen, da die Künstler aus aller Herren Ländern mit ihren Werken in der Stadt präsent sind und öffentlich arbeiten“, sagt Detlef Rohde. Für die Stadt sei das Festival ein reiner Glücksfall, da Boleslawiec (Bunzlau) ein echter Touristenmagnet über das ganze Jahr geworden sei.

Ute Hartwig-Schulz hob in ihrer Laudatio die besondere Bedeutung der Via Regia für Sachsen und Europa hervor. „Das Projekt bekommt in Sachsen nicht die Bedeutung von der Landespolitik, die es eigentlich verdient. Während Bundesländer wie Hessen und Thüringen daraus eine Marke entwickelt haben, ist es in Sachsen nur wenigen Behörden bekannt“, bedauert Ute Hartwig- Schulz. Sie freute sich, dass sie in Detlef Rohde einen Partner gefunden habe, um das Projekt bekannter zu machen. „Als nächstes ist geplant, die Künstlerhäuser entlang der Via Regia im Bild festzuhalten“, sagt Detlef Rohde. Allerdings müssten sich dafür einige Sponsoren finden.

Von Cornelia Braun

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