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Grimma Mutzschener Minis ganz groß
Region Grimma Mutzschener Minis ganz groß
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05:00 10.04.2010
Spaß an der Freude: Die beiden Muttis Antje Ulbricht (links) und Karen Auerbach sind begeisterte Sportlerinnen. Quelle: Patrick Scheibe
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Mutzschen

Die beiden jungen Muttis Antje Ulbricht und Karen Auerbach stehen mitten im Getümmel und hüten ihre Schäfchen.

Die 52-jährige Ute Heinicke ist Vorsitzende des Sportvereins „Einheit“. Sie kann sich noch gut erinnern, wie auch sie schon als Vierjährige munter drauf los turnte. „Marianne Kurth war damals meine Übungsleiterin. Im Laufe der Jahre ist es uns gelungen, diese schöne Tradition wie einen Staffelstab von Generation zu  Generation weiterzugeben. Natürlich steht und fällt alles mit dem ehrenamtlichen Engagement unserer Trainerinnen. Deshalb ein großes Lob an Antje Ulbricht und Karen Auerbach. Deren Einsatz ist längst nicht mehr selbstverständlich.“

Vor allem, weil beide voll berufstätig sind. Die 36-jährige Antje arbeitet als Buchhalterin in einer großstädtischen Rechtsanwaltskanzlei, die zwei Jahre ältere Karen ist Friseurin im Oschatzer Haarstudio Lochert. „Unsere Chefs spielen mit und garantieren uns, jeden Montag pünktlich auf der Matte stehen zu können.“

Tina Sauer, Trixi Seidel, Elisa Hempel, Ivo und Sven Wodtke sowie all die anderen hoch motivierten Kinder sind beim Spiel „Feuer, Wasser, Sturm“ kaum zu halten. Bei Feuer gilt es, sich möglichst schnell hinzulegen, bei Wasser rasch auf Bänke oder Sprossenwand zu klettern und bei Sturm einen Partner zu umklammern, um ja nicht wegzufliegen. „Der Plumpsack geht um“ – Renner und Dauerbrenner zugleich: Dabei sitzen die Kinder im Kreis. Einer der drei- bis sechsjährigen Knirpse dreht die Runde und lässt vor einem der Mitspieler das Tuch fallen. „Der Betreffende muss sofort reagieren und versuchen, den anderen noch abzufangen“, lachen die Übungsleiterinnen.

Beide sind selber Sportler. Als sogenannte „SV-Miezen“ rücken sie im Frühjahr mit Gymnastik dem Winterspeck zu Leibe und trainieren auf sommerlichen Radtouren vor allem ihre Lachmuskeln: „Auf einer nächtlichen Radwanderung war uns mal eine Mitstreiterin kurzzeitig abhanden gekommen. Recht schnell konnten wir sie gut gelaunt im Graben ausfindig machen. Lange suchten wir dagegen nach ihrer Brille im Gebüsch“, berichtet Karen. Und Freundin Antje ergänzt: „Das Gelächter auf Höhe des Schlachthofes soll bis nach Mutzschen zu hören gewesen sein. Bei der besorgten Nachtschicht in der ,Ente‘ glühten bereits die Telefondrähte. Bis einem die Erleuchtung kam: Mensch, das sind doch nur die SV-Miezen!“ Ja, bei den SV-Miezen wundert einen nichts mehr. Ob als Boxerinnen oder Turnvater Jahn – ihre lustigen Leibesübungen bei diversen Sportlerbällen sind ein Garant für gute Laune.

Aber ganz im Ernst: „Im Zeitalter des Big Mac und Doppel Whopper neigen viele Kinder zur Übergewichtigkeit. Umso wichtiger sind Bewegungsspiele und Motoriktraining. Unsere Schulanfänger jedenfalls können den Ball fangen, den man ihnen zuwirft“, betonen die Übungsleiterinnen der SV-Minis. Während die Kinder in den schicken, von Frank Sauer gesponserten T-Shirts zu großer Form auflaufen, praktizieren die Mütter auf der Turnhallen-Empore die gepflegte Unterhaltung. Überhaupt sind die Minis eine große Familie. Halloween und Weihnachten werden gemeinsam gefeiert. Doch was passiert, wenn Minis irgendwann zu Maxis werden? – „Dann verstärken sie unsere Sektionen. Allein im Vorjahr wechselten acht einstige Turnkinder zu den Keglern.“

Haig Latchinian

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