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Mutzschener Schloss kann verkauft werden

Stadtratsbeschluss Mutzschener Schloss kann verkauft werden

"Der Stadtrat beschließt den Verkauf der Grundstücke Schloss Mutzschen." So lautete ein Beschlussvorschlag, den die Verwaltung dem Parlament der Großen Kreisstadt Grimma zur Abstimmung vorgelegt hat. Das Areal umfasst sechs Grundstücke mit insgesamt gut 60.000 Quadratmetern Fläche.

Lichtblick für Schloss Mutzschen: Für diese Immobilie hat der Stadtrat Grimma zum Verkauf beschlossen.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. Das kleinste knapp 1900, das größte etwa 28.000 Quadratmeter groß. Der Verkehrswert wird auf etwa 189.500 Euro beziffert. Dazu kommen die Gebäude wie Schloss, Hungerturm, Museum und Rittergut sowie Grotte, Gärtnerei und Orangerie. Hierfür wird ein Verkehrswert von 360.600 Euro angesetzt. Darin inbegriffen ist die Brücke zum Schloss mit einem Restbuchwert von 60.000 Euro. Summa summarum Immobilien sowie Grund und Boden für reichlich eine halbe Million Euro, die für den berühmten symbolischen Kaufpreis von einem Euro über den Tisch gehen sollen. Vorbehaltlich, so ist wegen "der erheblichen Abweichung zwischen Verkehrswert und Verkaufspreis" im Beschlussantrag ebenso fixiert, einer "möglicherweise notwendigen Zustimmung der EU-Kommission".

Dem gegenüber stehen laut einer Kostenschätzung zirka zehn Millionen Euro an Investitionsvolumen, die vom Interessenten, der Schloss Mutzschen Properties KG, aufgebracht werden müssen, um das Schloss zu restaurieren und darin ein Café und ein Bikerhotel zu etablieren. Grundlage dafür sei ein umfangreiches Vertragswerk, welches jedoch nicht zur Abstimmung stehe, wie Stadtrat Klaus-Dieter Tschiche (SPD) auf Nachfrage bestätigt bekam. Einige im Vertrag fixierte Details stießen nicht vollends auf Gegenliebe einzelner Stadträte.

So soll zwar im Einvernehmen mit der Investorin, Deborah Hey, der Hauptweg in die Parkanlage zur Nutzung durch die Öffentlichkeit erhalten bleiben. Doch die Kosten zur Landschaftspflege, wie Grasmahd in geschätzter Höhe von 5000 Euro jährlich, sollen zulasten der Kommune gehen. Das, wie auch die Übernahme der Notarkosten wurde von Hans-Jörg Dossin von der Fraktion "Bürger für Grimma" (BfG) moniert. "Für den Investor sind das Peanuts, für die Stadt aber nicht unerhebliche Kosten", gab er zu bedenken. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos), für den Moment von diesem Vorstoß sichtbar irritiert, machte deutlich, dass man den Vertrag ändern müsste, was wieder Zeit bräuchte und das Projekt gefährden könnte. Man habe schon eine Klausel abgelehnt, wonach getätigte Investitionen von der Stadt zu ersetzen seien, sollte das Projekt irgendwann später, aus welchen Gründen auch immer, scheitern. "Das Risiko liegt eindeutig beim Investor und ist von ihm akzeptiert worden", sagte Berger.

Auf Dossins Einwand hin merkte das Stadtoberhaupt weiter an, dass er den Verkauf gerne möchte. "Sollte es nun an dieser Kleinigkeit scheitern?" Dem pflichtete auch Jörg Diecke (Die Linke) bei, nachdem bereits 87 potenzielle Interessenten erfolglos durch das Schloss geführt wurden, wie der Mutzschener Ortsvorsteher Carsten Graf wissen ließ. Steffen Kretschmar (BfG) jedoch sah schon in dem symbolischen Kaufpreis "ein großes Entgegenkommen der Stadt". Sein Fraktionskollege Christian Donner machte einen Kompromissvorschlag, der auf eine zeitliche Begrenzung der Pflegekosten hinaus lief. Letztlich regte Berger an, "dass die Pflege des Weges bei Frau Deborah Hey bleibt. Daran soll die Sache nicht scheitern - können Sie, Herr Dossin, damit leben?" Dessen positive Bestätigung kam, jedoch nicht ganz so energisch wie der von ihm vorgetragene Einwand. Und so ging der Beschluss ohne Gegenstimme, jedoch mit einer Enthaltung, durch.

Frank Schmidt

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