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Nach 15 Jahren wieder in der Heimat Grimma

Nach 15 Jahren wieder in der Heimat Grimma

Nach 15 Jahren ist sie wieder bei ihren Wurzeln angelangt. Die Grimmaerin Ines Keller, heute 31, war auf dem Weg, ein echtes bayrisches Madl zu werden. Doch jetzt, zurück in Grimma, geht ihr auch schon das Sächsisch wieder ohne Probleme über die Lippen.

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Ines Keller kehrte nach Grimma zurück und pachtete die Ponybar.

Quelle: Dieter Koch

Grimma. Seit kurzem ist sie Chefin der Ponybar in der Grimmaer Weberstraße. Als Ines 16 war, sagte sie ihrer Heimatstadt Tschüs und ging ins Allgäu zur Ausbildung. In Füssen, im Hotel Ruchti, lernte sie alles, was eine Hotelfachfrau wissen und können muss. Arbeitete dann in ihrem erlernten Beruf fast zehn Jahre lang im Füssener Parkhotel und im Fünf-Sterne-Hotel Allgäu-Sonne in Oberstaufen bei Oberstdorf. „Als hier die Buchhalterin schwanger wurde, fragte man mich, ob ich diese Aufgabe übernehmen würde“, erzählt Ines und, dass sie dort schließlich die Buchhaltung und die Assistenz des Verwaltungsdirektors inne hatte. „Ich hatte zwar Verantwortung, aber irgendwie war ich nicht rundum glücklich“, sagt sie heute. Vorrangig seien es Leute aus höheren Schichten, der Schicki-Micki-Gesellschaft, gewesen, die dort abstiegen. „Diese Mentalität war nicht mein Ding.“ Sie wollte zurück nach Füssen. Fand dort Arbeit im Wild-Spezialgroßhandel von Gräfin Anna Maria von Pocci.Doch eigentlich war es die Gastronomie, zu der sich Ines zurück sehnte. „Mir fehlten aber noch paar Grundlagen der kaufmännischen Ausbildung.“ So meldete sie sich auf eigene Faust und eigene Kosten für eine Weiterbildung zum Wirtschafts-Fachwirt nach München. Verkaufte ihr Auto und löste die Wohnung auf, um die nötigen knapp 10000 Euro aufbringen zu können. Kam in München bei einer früheren Schulfreundin unter. Bestand im vergangenen Sommer die Prüfung und kehrte erstmal, mittlerweile ohne eigene Wohnung, nach Grimma zur Familie zurück.„Ich habe dann eine Bewerbung nach der anderen geschrieben, sogar bis in die Schweiz“ erzählt Ines von ihrer vergeblichen Suche nach einem Gastronomie-Job. Wohnte in Grimma in einer WG mit ihren Schwestern Ricarda und Christin. „Doch hatte die lange Suche vielleicht auch was Gutes“, sagt sie heute. Denn dann ergab sich plötzlich die Möglichkeit, den Pub Black Beauty in der Grimmaer Weberstraße nach einer Insolvenz des Vorgängers zu übernehmen.Im Januar dieses Jahres war es nun soweit. Ines Keller ist Pächterin der in Grimma traditionellen Kneipe, die sie jedoch gleich in „Ponybar“ umtaufte. „Das ist gar nicht so weit her geholt, denn der Black Beauty, das war ja ein berühmtes Pferd“, sagt sie. Hat sich schon ein Stück Stammpublikum aufgebaut und punktet mit einheimischen Produkten wie Kaffee aus der Grimmaer Rösterei Genilke oder Fleisch und Wurst aus der väterlichen Markt-Fleischerei. Viele Höhepunkte schweben ihr schon vor, wie regelmäßige Konzerte – die Romjaks gaben schon den Auftakt –, Buchlesungen oder ein zünftiges Oktoberfest mit original bayrischen Musikern, Weißwürsten und Kässpatzen… Jetzt, zur Winterolympiade, ist für die Ponybar-Besucher des Abends auch Gucken angesagt. Und zwar auf den großen Flachbildschirm, den Ines extra dafür angeschafft hat.

Silke Hoffmann

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