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Grimma Nach Brand in Nerchauer Wohnhaus – erste Hilfsangebote für Familie eingegangen
Region Grimma Nach Brand in Nerchauer Wohnhaus – erste Hilfsangebote für Familie eingegangen
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15:46 15.12.2015
Der Baukran ist vorgefahren. Der Hauptbrandschaden befindet sich auf der Rückseite des Hauses und wird nun gesichert und beseitigt. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma/Nerchau

Ein Tag nach dem Wohnhausbrand in Nerchau steht bereits ein Baukran vor dem Reihenhaus am Gänsemarkt. Eine Dachdeckerfirma ist mit ersten Sicherungs- und Reparaturarbeiten beschäftigt. Die betroffene Familie hat ein Obdach in Nerchau zugewiesen bekommen. Das Weihnachtsfest wird sie ohne den gewohnten Blick auf die Pyramide vor ihrem Fenster auf dem Gänsemarkt verbringen. Erste Hilfsangebote für die vierköpfige Familie sind an die Stadtverwaltung gerichtet worden.

„Notunterkunft für Evakuierungen der Stadt Grimma“ steht am Klingelschild der vorläufig neuen Wohnung in der Alten Fabrikstraße. Tagsüber ist dort keiner anzutreffen. Warum, erklärt der betroffene Familienvater (dessen Name nicht öffentlich gemacht werden soll) am Telefon. „Ich bin nur noch unterwegs, habe Behördengänge zu erledigen und einige Dinge des Alltags neu zu organisieren.“ Über Nacht verloren er und die Familie die eigene Wohnung und alles, was darin untergebracht war.

Inzwischen sind in der Stadtverwaltung Grimma, Außenstelle Nerchau erste Hilfsangebote für die geschädigte Familien eingegangen. „Wir können hier nur vermittelnd wirksam werden und haben die Telefonnummer der hilfsbereiten Leute an die Opferfamilie weitergegeben. Ob und wie sie darauf reagieren, wissen wir nicht“, bestätigte Susan Barth im Bürgerzentrum.

Wie berichtet, ist es am Montag in den frühen Morgenstunden, gegen vier Uhr, zu einem Brand gekommen, der die vierköpfige Familie obdachlos gemacht hat. „Der Brandherd liegt eindeutig hinter dem Haus in einer Ecke, in der Bauschutt liegt. Darüber befindet sich ein Holzbalkon, der Feuer gefangen hat, so dass sich die Flammen bis nach oben fressen konnten“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Dienstag auf LVZ-Nachfrage.

Und damit bestätigte er die Theorie der Feuerwehr, die schon zum Brandzeitpunkt mit großer Sicherheit am Flammenbild erkennen konnte, dass das Feuer nicht im Haus, sondern davor ausgebrochen sein muss. „Ob es sich dabei um eine fahrlässige Brandstiftung, beispielsweise durch Tabakglut handelt oder um ein vorsätzlich gelegtes Feuer, darüber sind sich die Brandursachenermittler noch nicht ganz einig“, ließ Voigt wissen.

Die Ermittlungen dazu laufen noch. Eine Aussage zur Höhe des Sachschadens konnte die Polizei gegenwärtig noch nicht machen.

Von Frank Schmidt

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