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Nach LVZ-Bericht: CDU-Frau will sich um Fremdiswalde kümmern

Brennpunkte Straßen, Internet, Gewässer und Radwege Nach LVZ-Bericht: CDU-Frau will sich um Fremdiswalde kümmern

In Fremdiswalde liegt vieles im Argen, sagt Unternehmer Gerth Winkler. Nach einem LVZ-Bericht über schlechte Straßen, langsames Internet und vernachlässigte Gewässer im Ort machte sich jetzt die CDU-Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf ein Bild. Sie will sich der Probleme annehmen. Ausgang: völlig offen.

Das Straßendorf Fremdiswalde zwischen Mutzschen und Nerchau. Hier der Blick in die Burkartshainer Straße. Überall sind kleinere Schlaglöcher und Dellen zu erkennen, in denen sich an Regentagen das Wasser staut.

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Fremdiswalde. „Ich bin durch den LVZ-Bericht munter geworden“, gestand Katharina Landgraf zur Begrüßung am Gasthof in Fremdiswalde. Die CDU-Bundestagsabgeordnete steht wie andere Politiker und Behörden auf der Kontaktliste von Gerth Winkler, der am Rande des langgestreckten Dorfes seine Kfz-Werkstatt betreibt und im Bemühen, Missstände in Fremdiswalde aus dem Weg zu räumen, gegen Windmühlen kämpft. Winkler hatte sich schließlich an die LVZ gewandt und seinem Herzen Luft verschafft. Schlechte Straßen, eine unzumutbare Internetverbindung, verschlammte Gewässer und fehlende Radwege – der 59-jährige Kfz-Mechaniker sorgt sich um die Zukunft seines Dorfes, in dem vieles im Argen liegt.

Landgraf reagierte nach dem LVZ-Bericht Ende Februar und traf sich jetzt mit Winkler im Dorfgasthof von Jens Scheibe. Sie hörte sich die Probleme aufmerksam an und versprach, bei zuständigen Stellen nachzustoßen und nach möglichen Bundesförderungen zu forschen. Die beiden saßen nicht allein am Tisch. Landgraf hatte auch Kreis-, Stadt- und Ortschaftsrätin Ute Kniesche (Freie Wähler) und Grimmas CDU-Stadtchef Lutz Simmler um Teilnahme gebeten. Winkler hatte mit seiner Frau Barbara und Fuhrunternehmer Arnd Weidner zwei Leidensgenossen an der Seite.

Und mit Wirt Scheibe. Der kann ein Lied davon singen, wie die Schneckenverbindung ins Internet die Arbeit behindert und Geld verschlingt. Den einen Wochentag habe er gegen Mittag 57 Minuten gebraucht, um 16 E-Mails zu öffnen, sagt Scheibe. „Und die waren teils ohne Anhang.“ Angebote würden nur noch übers Internet gehen, und „wenn man tagelang warten muss, mal etwas zu überweisen, ist das grauenhaft“. Das LTE-Angebot von Vodaphone, das er nutzt, kostet ihn 60 Euro im Monat „und verbraucht sich schnell“. Deshalb holt er sich ein weiteres Funkpaket von Drahtlos für fast den gleichen Preis. „Da kann man aber auch nicht viel machen.“ Möglicherweise wird Fremdiswalde bis 2019 ans schnelle Internet angekoppelt. Von der Telekom und der Drahtlos-DSL liegen sogenannte Bereitschaftserklärungen für das Dorf vor, wie Kniesche verdeutlichte. Die Telekom werde aber nur das halbe Dorf ausbauen. Landgraf will indes prüfen, ob ein Programm aus dem Landwirtschaftsministerium passt und Grimma beim Ausbau im ländlichen Raum helfen könnte. „Wenn ich es schaffe, rede ich auch mit der Telekom.“

Den anderen Dauerbrenner hat die CDU-Frau bei der Anfahrt am eigenen Leibe gespürt. „Die Straße nach Nerchau ist von Linie zu Linie nur 3,60 Meter breit“, verkündete Winkler, der in den letzten Tagen mit dem Maßband rund um seinen Heimatort unterwegs war. Ein Fachmann habe ihm gesagt, Standard seien 5,50 Meter. Die Kreisstraßen hier sind schmal. Und zum Teil Holperpisten, wie die wichtige Ader nach Burkartshain. Dabei nahm in den letzten Jahren sowohl der Verkehr als auch die Tonnage zu. Wer im Auto dem Schulbus oder einem Laster begegnet, hält am besten an. Kniesche informierte über den Kreistagsbeschluss

Auch für Radfahrer ist Fremdiswalde kein Eldorado. „Nachdem der Radweg von Grimma nach Wurzen gebaut wurde, ist diese Ecke weggebrochen“, beklagt Gastwirt Scheibe. Auch Winkler ist daran gelegen, dass die Feldwege von Sachsendorf und Denkwitz nach Fremdiswalde für Radfahrer fit gemacht und damit eine Verbindung zum Wermsdorfer Wald geschaffen wird. Aus seiner Sicht ist das mit wenig Aufwand möglich. Die Frage ist: Wer soll das bezahlen?

Von Frank Prenzel

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