Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Nach Kasernen-Sanierung wird Ausgleich fällig
Region Grimma Nach Kasernen-Sanierung wird Ausgleich fällig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:12 26.11.2018
Für einen Teil des früheren Kasernengeländes Grimma, dessen Sanierung abgeschlossen ist, sind jetzt die Bodenrichtwerte aktualisiert worden. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Grimmas Stadtrat sollte den neu ermittelten Bodenrichtwerten im einstigen Sanierungsgebiet „Kasernengelände Grimma, Teil 1“ zustimmen. Bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen fand der Beschluss eine breite Mehrheit. Verbunden ist damit die Erhebung des Ausgleichsbetrages, den die Grundstückseigentümer zu zahlen haben.

Konkret geht es um Flächen, die an der Leipziger Straße liegen und sich über den Broner Ring und die Weingartener Straße erstrecken. Die Sanierung begann 1994 und wurde erst 22 Jahre später beendet. In dieser Zeit flossen aus verschiedenen Förderprogrammen zwölf Millionen Euro an die Stadt Grimma – etwa zum Grunderwerb, zur Beseitigung von Altlasten und Kampfmitteln, zur Untersuchung von Baugrund und zum Abriss von Gebäuden, ebenso für die Erschließung und Vermessung.

Bodenwertsteigerung liegt teilweise bei 220 Prozent

Jetzt ist die Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen unter die Sanierung des Teilstücks der Ex-Kaserne. Ein Punkt dabei ist die Ermittlung der Bodenrichtwerte, womit die Stadt Grimma den Gutachterausschuss des Landkreises Leipzig beauftragt hatte. Das Ergebnis lag der Stadt im Sommer vor und wurde nun vom Stadtrat abgesegnet. Danach ist mit Stichtag 31. Dezember 2016 eine Wertsteigerung des Bodens – je nach Lage und Nutzungsart – zwischen acht und 220 Prozent zu verzeichnen. Das Gelände war vor der Sanierung praktisch nicht nutzbar. Thomas Scheithauer vom Gutachterausschuss erläuterte den Stadträten das Zahlenwerk.

Grundlage ist das Baugesetzbuch

Zum Ziehen des Schlussstriches gehört die Erhebung der Ausgleichsbeträge. Dazu ist die Stadt nach Baugesetzbuch verpflichtet. Barbara Ratzlaff von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, dem Sanierungsträger, geht nach einer Hochrechnung von 1,17 Millionen Euro aus. Zu den Grundstückseigentümern, die zur Kasse gebeten werden, gehört auch die Stadt Grimma. Auf sie entfallen rund 440.000 Euro. Die Zahlungspflichtigen werden zunächst über den Betrag informiert und haben dann die Möglichkeit zur Stellungnahme. Danach flattert ihnen der Bescheid ins Haus. Laut Ratzlaff ist auch ein mit der Stadt zu vereinbarendes Tilgungsdarlehen möglich.

Zwei Drittel der Ausgleichsbeträge muss die Stadt Grimma an den Fördermittelgeber abführen. Summa summarum sind das 778.500 Euro. Mit den Beträgen werden die Grundstückbesitzer praktisch an den Kosten der Sanierung, die zu einer Wertsteigerung der Grundstücke führte, beteiligt.

Von Frank Prenzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Schweizerhaus Püchau hat einen Workshop mit Jugendlichen im sächsischen Landtag in Dresden veranstaltet. Dabei ging es um die Geschichte des ehemaligen Jugendwerkhofs in Torgau.

26.11.2018

Zur Eröffnung der Adventszeit lädt das Jugendblasorchester Grimma am Sonntag, dem 2. Dezember, zu einem Konzert ins Soziokulturelle Zentrum. Es erklingen bekannte Winter- und Weihnachtslieder.

26.11.2018

Ein Skoda-Fahrer ist am Montagmorgen auf der B107 in Richtung Grimma mit einem Reh zusammengestoßen. Danach raste ein Lkw auf das stehende Auto.

26.11.2018