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Grimma Nach Turnhallenbau folgt Schulhaussanierung
Region Grimma Nach Turnhallenbau folgt Schulhaussanierung
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14:40 04.11.2009
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Grimma

Beim Komplex der Grundschule „Wilhelm Ostwald“ handelt es sich um einen DDR-Plattenbau, an dem bis heute keinerlei Sanierung stattgefunden hat. Ursprünglich wollte Grimma das Vorhaben mit im Rahmen des Konjunkturpaketes II realisieren, das gelang jedoch nicht. Stattdessen nutzt die Stadt jetzt ein Förderprogramm zur energetischen Sanierung sozialer Infrastruktur in Kommunen. Mit Mitteln aus demselben Programm soll schon im nächsten Jahr die Grundschule in Hohnstädt saniert werden.

Für die Schule in Süd liegt seit April ein Zuwendungsbescheid für Fördermittel vor. Demnach geht es um eine Gesamtinvestition von rund 1,2 Millionen Euro, wovon Bund und Freistaat 800 000 Euro tragen, die Stadt muss 400 000 Euro aufbringen. Dafür erhält das Haus unter anderem eine Wärmeschutzfassade, ein neues Dach, neue Fenster und eine Abdichtung gegen den Boden.

Strittig ist der Umfang der Arbeiten innen. Die städtische Hochbauamtsleiterin Ute Hedtke schilderte das Problem wie folgt: Aus dem Förderprogramm würden neue Wasserleitungen finanziert, nicht aber das Waschbecken oder das WC am Ende der Leitungen. Man werde jetzt die Kosten für die Sanierung der Sanitäranlagen berechnen und wolle „für eine sinnvolle Sanierungsvariante werben“.

Stadtrat Georg Dornig (Grimmaer) forderte in dem Zusammenhang ein „rundes Paket“, Statt etwas Halbfertiges zu bauen, sollte man „lieber eine andere Investition weglassen“. Dornig spielte auf die Mehrkosten an der Grundschule in Grimma-West an und äußerte die Befürchtung, dass man erneut in die Kostenfalle gehe, wenn jetzt nur die Mittel für die energetische Sanierung eingeplant würden und dann möglicherweise doch alles gemacht würde.

Auch Klaus-Dieter Tschiche (SPD) forderte, die Innensanierung „nicht auf die lange Bank zu schieben“. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) dämpfte dagegen die Hoffnungen: „Wir können das nur schrittweise machen, weil es die Fördermittel nicht anders zulassen.“ Malte Martin von der CDU, sah indes keine Meinungsunterschiede, und stellte fest, man sei sich einig, nicht auf halbem Wege stehen bleiben zu wollen. Der zweite Schritt der kompletten Innensanierung sollte getan werden. „Vielleicht lassen sich dafür noch Geldreserven erschließen.“ Der Baubeschluss für die energetische Sanierung der Grundschule wurde um den Zusatz ergänzt, dass nach Möglichkeiten für eine vollständige Innensanierung gesucht werden soll.

André Neumann

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