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Grimma Nach Überfallserie auf Shops: 26-Jähriger muss viereinhalb Jahre in Haft
Region Grimma Nach Überfallserie auf Shops: 26-Jähriger muss viereinhalb Jahre in Haft
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08:03 09.02.2017
Die 5. Strafkammer des Landgerichtes Leipzig verhandelte den Fall des Ibrahim Z.  Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig/Naunhof

Die 5. Strafkammer des Landgerichtes Leipzig verhandelte unter Vorsitz des Richters Berthold Pfuhl den Raubüberfall auf die Tankstelle in Naunhofs Brandiser Straße am 1. Mai 2013. Der zweite Überfall, den der heute 26-Jährige begangen hatte. Da war Z. wieder den exklusiven Wünschen seiner Freundin erlegen. Seine Eltern hatten sich gerade getrennt. Die Fachabitur-Ausbildung hatte er abgebrochen. „Es war eine blöde Zeit. Mir fehlte die Reife und ich hatte die falsche Freundin“, erklärte er den Prozessbeteiligten. Er schnappte sich damals ein Messer und erpresste Bargeld von den Tankstellenmitarbeiterinnen. Besonders bedrohlich kann der vermummte Jugendliche dabei nicht gewirkt haben. „Ich hatte das Gefühl, dass er mehr vor mir erschrocken war, als ich vor ihm, als ich in fragte, ob ich ihm helfen kann“, erinnerte sich Andrea L. an den Abend, als Ibrahim Z. den Verkaufsraum der Tanke betrat. Ihre Kollegin Madeleine S. stand an der Kasse und wollte nichts riskieren. Händigte ihm das Geld aus. Mit 1000 Euro verschwand Z. so schnell, wie er aufgetaucht war. Alle Überfälle, die Z. nachgewiesen wurden, seien dilettantisch ausgeführt worden. „Ein abgezockter Verbrecher sind sie wohl nicht“, schätzte Richter Pfuhl ein.

Der Angeklagte gestand die Tat gleich nach der Anklageverlesung durch Staatsanwalt Gildemeister. Entschuldigte sich aufrichtig bei den beiden Opfern und versicherte dem Gericht, dass er „aus diesen Fehlern“ gelernt habe. In der Justizvollzugsanstalt Waldheim, wo er seit 15 Monaten einsitzt – die anderen Taten wurden bereits verhandelt – beschäftige er sich intensiv mit der Aufarbeitung der Taten. „Bis zu meinem Haftantritt im November 2015 hatte ich alles verdrängt.“

Bei der Strafbemessung – es wurde auf schwere räuberische Erpressung in Tateinheit mit versuchter Nötigung angeklagt – rieben sich Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht an der Frage, ob die Tat als ein minderschwerer Fall eingestuft werden kann. Der Kläger: Nein. „Die Tat war Bestandteil einer Tatserie, bei dem erheblicher Schaden auch an Personen entstand“, so Staatsanwalt Gildemeister, der auf eine zu bildende Gesamtfreiheitsstrafe von 5 Jahren und 4 Monaten plädierte. Die Verteidigung: Ja. „Das Geständnis des Angeklagten war für das Verfahren von großer Bedeutung. Die Beweislage war schwierig und hätte den Prozess anders verlaufen lassen“, argumentierte Rechtsanwalt Markus Czempik, der viereinhalb Jahre Haft forderte. Dem folgte die Kammer – auch in der Einordnung des minderschweren Falls. Beide Seiten verzichten auf Rechtsmittel. Das Urteil ist rechtskräftig.

Die Freundin hat Ibrahim Z. nicht mehr – eine Griechin.

Von Thomas Lieb

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