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Nach der Flut 2013 im Muldental: "Die Hilfe geht weiter"

Nach der Flut 2013 im Muldental: "Die Hilfe geht weiter"

Die Folgen der Fluten, die im Juni vor einem Jahr im gesamten Landkreis Leipzig für Schäden in einer dreistelligen Millionenhöhe sorgten, sind noch längst nicht überstanden.

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Markus Bergforth

Quelle: JohanniiterJulian J Rossig

Muldental/Leipzig. Das sei auch den Johannitern bewusst, erklärt Markus Bergforth. Deshalb gelte für sie auch im Juni 2014 der Leitsatz: "Die Hilfe geht weiter."

Bergforth ist Stadtrat in Brandis, erlebte die Hochwassersituation im Landkreis aus nächster Nähe. Deshalb steht für ihn fest: "Auch ein Jahr danach benötigen noch viele Unterstützung." Als Leiter des Projektbüros Hochwasser der Johanniter, das von Leipzig aus für ganz Deutschland außer Bayern zuständig ist, koordiniert er die Maßnahmen. "Wir wissen, dass es noch Probleme gibt", sagt er. Das habe unterschiedlichste Ursachen. Manche kämpften noch mit den Nachwirkungen der Jahrhundertflut im Jahr 2002, finanziell und auch psychisch. Anderen sei der Umgang mit der Sächsischen Aufbaubank (SAB) zu umständlich. "Unsere Befürchtung ist, dass sich Menschen resigniert verkriechen", so Bergforth. Genau das aber gelte es zu verhindern. "Wir möchten sie dazu motivieren, auf keinen Fall aufzugeben."

Der Projektbüroleiter weiß, dass er von Leipzig aus nicht jeden erreichen kann. Deshalb setzen die Johanniter auf mobile Berater. "Sie kümmern sich um alle Belange", ergänzt Kommunikationsleiter Julian Rossig die Ausführungen Bergforths. Sie würden sich vor Ort ein Bild machen, über alle relevanten Dinge: Wie sieht es mit Versicherungen aus, Was kann die SAB übernehmen, wie könnte die Eigenleistung aussehen, was ist mit dem Inventar? "Wir reichen nicht nur Geld aus, wir kümmern uns um eine ganzheitliche Betreuung", so Rossig. "Doch gegebenenfalls stellen wir auch den Eigenanteil zur Verfügung", fügt Bergforth an. Spendenmittel stünden bei den Johannitern durchaus noch zur Verfügung. Und es habe auch schon Fälle gegeben, wo die Hilfsorganisation eingesprungen sei. Entscheidende Kriterien dafür sei Bedürftigkeit, eine echte Notlage. Dabei werde nicht nach Aktenlage entschieden, ein Gespür für die tatsächliche Lage könne man häufig nur vor Ort bekommen. Erste Gutachten direkt nach der Flut könnten sich inzwischen überholt haben. "Es gibt bei uns keine pauschale Ausreichung, die zweckgebundenen Mittel stellen wir immer nur nach einer Einzelfallprüfung zur Verfügung."

Das kann für die betroffenen durchaus erfreuliche und weitreichende Folgen haben. In einem Fall sei sogar eine Umsiedlung in Sachsen ermöglicht worden, weil ein Verbleib am Ort nach mehrfacher Überflutung einfach nicht zumutbar gewesen wäre. "Momentan haben wir etwa 100 Fälle in Bearbeitung", sagt Bergforth, "und wir haben ein offenes Ohr für jeden, der sich an uns wendet." Dafür haben die Johanniter eigens eine kostenfreie Rufnummer geschaltet, unter der sich Geschädigte melden können: 0800 3 58 85 84.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.06.2014
Heinrich Lillie

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