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Nachwuchs im Naunhofer Forst

Nachwuchs im Naunhofer Forst

Naunhof. Bevor die Bäume in den Himmel wachsen können, kommen sie in die Erde. Im Forstrevier Naunhof ist das jetzt wieder der Fall. Voraussichtlich bis Ende kommender Woche sind die Forstwirte des Reviers mit der Frühjahrsaufforstung befasst.

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Im Naunhofer Wald bringen sie auf rund 1,3 Hektar 9500 Roteichen und rund 100 Sträucher – Wildkirsche, Wildbirne, Schlehe und Hundsrose – in den Boden. Im Planitzwald, der ebenfalls zum Revier gehört, werden auf rund 1,2 Hektar etwa 7500 Stieleichen, Spitzahornbäume, Hainbuchen und Vogelkirschbäume Wurzeln schlagen. Beide Flächen haben die Forstleute vorsorglich mit Drahtzaun geschützt. Die Gefahr, die dem Baumnachwuchs droht, heißt Wildverbiss.

Für Revierförster Udo Köhler ist das auch das Stichwort, um auf einen weiteren wichtigen Abschnitt im Forstkalender hinzuweisen: Am 1. April hat das neue Jagdjahr begonnen, das sich bis zum 31. März 2011 erstreckt. Mit ihm ist auch der neue Abschussplan für Rehwild in Kraft getreten, der den Zeitraum der kommenden drei Jahre erfasst. Grundlage dieses Drei-Jahres-Planes ist das so genannte Verbiss-Gutachten, das den Forstexperten und Jägern Auskunft darüber gibt, wie sich der Rehwildbestand in einzelnen Forstabschnitten entwickelt hat. „ In den zurückliegenden drei Jahren sind die Vorgaben des Abschussplanes zwar nicht ganz erreicht worden, dennoch können wir feststellen, dass sich die so genannten Verbiss- und Schälschäden vor allem auf den Verjüngungsflächen in Grenzen halten. Wild- und Waldbestand weisen einen stabilen Zustand auf", sagt Köhler. Zwar gebe auch das Schwarzwild keinen Anlass zu großer Sorge, dennoch müsse diese Wildart „straff gejagd werden." Im Wald würden sich die Schäden meist in Grenzen halten. In bestimmten Regionen aber würden die Wildschweine vor allem auf landwirtschaftlichen Flächen immer wieder gern „umgraben". Köhler sieht einen Grund dafür unter anderem darin, „dass Bauern häufig die Flächen nur scheiben oder grubbern, und nicht pflügen. Die Wildscheine haben gute Nasen und holen sich die Reste der Ernte vom vergangenen Jahr dann wieder aus der Erde."

Mit Beginn des neuen Jagdjahres werden im Forstrevier Naunhof 20 Jäger – Forstbedienstete und Privatleute – das Wild ins Visier nehmen. Außer Reh- und Schwarzwild, das im Raum Naunhof und Bennewitz zu Hause ist, wird im Nimbschener Teil des Forstreviers Naunhof auch Damwild zur Strecke gebracht. Während für die genannten Wildarten bestimmte Jagdzeiten vorgeschrieben sind, dürfen Füchse, Marderhunde und Waschbären ganzjährige gejagd werden. Letztere haben sich in anderen Regionen bereits relativ zahlreich vermehrt. Im Naunhofer Revier gelten sie noch als Seltenheit. 2009 wurde hier der erste Waschbär erlegt.

Solche und andere Aspekte der Jagd sind in diesen Tagen übrigens auch Themen der Jahreshauptversammlungen der Jagdgenossenschaften. Revierförster Köhler, der als Vertreter des Staatsbetriebes Sachsenforst auf vielen Versammlungen mit in der Runde sitzt, bedauert allerdings, dass nicht selten nur wenige Mitglieder der Jagdgenossenschaften Interesse für die Belange der Jagd zeigen. „Viele Landeigentümer scheinen gar nicht zu wissen, dass sie aufgrund ihrer bejagbaren Flächen Mitglied einer Jagdgenossenschaft sind. Andererseits hören wir immer wieder Klagen, dass Wildschweine auf Feldern oder Füchse in Dörfern Schäden anrichten. Über solche und andere Probleme zu sprechen und nach Lösungen zu suchen, bieten die Versammlungen der Jagdgenossenschaften jetzt gute Gelegenheit", betont der Forstmann.

Andreas Läbe

Andreas Läbe

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Von Redakteur Andreas Läbe

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