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Grimma Natur hat drei Wochen Vorsprung - Hochsaison in Grimmaer Gärtnerei
Region Grimma Natur hat drei Wochen Vorsprung - Hochsaison in Grimmaer Gärtnerei
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14:33 19.05.2015

"Zweifarbige Sorten sind im Trend", sagt Mühe und putzt mit flinken Händen und geübtem Blick die verwelkten Trieben aus den Töpfen.

Obwohl der Winter laut Kalender noch in vollem Gange ist, läuft die Arbeit in den Gewächshäusern bereits auf Hochtouren. "Aus gärtnerischer Sicht ist die Natur in diesem Jahr zwei bis drei Wochen eher dran", sagt Mühe. Die im Herbst getopften Jungpflanzen hätten gut überwintert. Lediglich in einer einzigen Nacht musste der Betriebswirt die Blumen mit einem Flies vor Frost schützen. Da der Februar überdurchschnittlich warm war, hat sich die Blütenpracht prächtig entwickelt. "Die Pflanzen müssen jetzt verkauft werden, sonst schießen sie ins Kraut", so der Fachmann. Rund 150 000 Stiefmütterchen, 70 000 Primeln, 20 000 Tausendschönchen und 10 000 Vergissmeinnicht stehen derzeit auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern unter Glas. 40 000 Pelargonien zeigen schon sattes grün, entwickeln aber frühesten in 14 Tagen ihre Knopsen, so die Prognose des Gärtners.

Während im Vorjahr die Belegschaft zu diesem Zeitpunkt noch mit Winterarbeiten beschäftigt war, läuft jetzt bereits das Saisongeschäft. Der Gärtnereichef, der selbst mit im Gewächshaus steht, ist hocherfreut über die Launen der Natur. "Der frühe Verkauf ist ein riesiger Vorteil für uns", sagt er. Zwar würde sich der Umsatz nur nach vorn verlagern. Aber der auf Beet- und Balkonpflanzen spezialisierte Betrieb könne den Platz, auf dem jetzt die Frühblüher stehen, unverzüglich neu bepflanzen. "Und uns bleibt die Zeit für die Vermarktung der Frühblüher", so Mühe. Er rechnet damit, dass die Ware bis Ostern verkauft sein wird. "Wer dann noch Primeln hat, kann gute Preise verlangen", so der Geschäftsmann.

Auf die diesjährige zeitige Nachfrage nach Stiefmütterchen und Primeln ist auch das Gartencenter Röhl vorbereitet. Wie Seniorchef Hans-Jürgen Röhl sagt, würde sich der frühe Start des Frühlings deutlich im Verkauf zeigen. So weise das Freigelände mit Obstgehölzen und Heckenpflanzen nach der langen, frostfreien Periode große Lücken auf. Am Wochenende ist der Grimmaer auf der Floriga in Leipzig, einer sächsischen Ordermesse, unterwegs, um Nachschub einzukaufen. Aber auch die Jungpflanzen von Kohlrabi, Salat und Lollo Rosso gehen in diesen Wintertagen bereits gut. "Die Pflanzen kommen aus sächsischer Produktion und sind mit unserem Klima vertraut", so Röhl, der seit Jahren auf die Geschäftsbeziehung mit dem sächsischen Produzenten Jahnataler Jungpflanzen vertraut. "Normalerweise wird um diese Zeit noch nicht gepflanzt", gesteht das Gärtnerherz. Aber viele Kunden würden auf einen milden März hoffen. Im Zelt und unter Folie würden Hobbygärtner auf Nummer sicher gehen. "Die Ungeduld ist sowieso nicht zu bremsen", sagt Röhl.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.02.2014
Birgit Schöppenthau

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