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Grimma Naturlehrpfad zur Rausche mit neuen Tafeln in Großbothen bestückt
Region Grimma Naturlehrpfad zur Rausche mit neuen Tafeln in Großbothen bestückt
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09:56 27.09.2016
Naturlehrpfad Großbothen: Die Väter Sebastian Michael und Mario Böhme bei den letzten Handgriffen. Quelle: Foto:
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Grimma/Großbothen

14 neue Tafeln stehen auf dem Weg zur Rausche in Großbothen. Davon konnten sich die Großbothener überzeugen, die zur Einweihung des Naturlehrpfades kamen. Dazu hatte der Förderverein des Hortes und der Grundschule eingeladen, der gleichzeitig mit den Eltern feiern wollte, dass seit einigen Wochen auch die Kindertagesstätte zum Förderverein gehört.

„Der Naturlehrpfad wurde 2014 stark zerstört“, erinnerte sich Marion Kühnel, die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Hort und Schule und der Kindertagesstätte. Der Verein holte sich zahlreiche Verbündete ins Boot, um den lehrreichen Pfad wieder instand zu setzen. Dazu gehörten unter anderem die Gerda- und- Klaus-Tschira-Stiftung, die die Kosten für die Tafel übernahm, und der Bauhof, der die Pfosten für die Schilder in die Erde rammte. Im Vorfeld gab es auch Absprachen mit dem Staatsforst, um die Tafeln an geeigneten Stellen aufzustellen. „Dabei wurde die interessante Entdeckung gemacht, dass ein Teil des Waldgebietes um die Rausche Eigentum der Stadt Grimma ist, da Großbothen einst das Waldstück erworben hatte“, so Marion Kühnel weiter. Nunmehr kann man sich auf dem Weg zur Rausche wieder über Vögel und Pflanzen oder über einen Quarzporphyr-Aufschluss informieren. Bereits in den 70er-Jahren erarbeiteten Schüler der Großbothener Mittelschule die Inhalte der Tafeln. „Schließlich lernen die Mädchen und Jungen die Werte besser schätzen, wenn sie diese selbst mitgeschaffen haben“, meinte die stellvertretende Vorsitzende. Deshalb hatte sie auch alle Kinder und Eltern eingeladen, damit sie gemeinsam die letzten Schrauben an den Tafeln anbringen und sich bei einem Picknick über den Lehrpfad austauschen können. Über 100 Eltern und Kinder waren der Einladung gefolgt und sahen zu, wie die Väter Sebastian Michael (34) und Mario Böhme den Schrauber ansetzten und lasen, was auf den Schildern stand. So erfuhren zum Beispiel die Kinder Tom Michael (6) und Anni Böhme (6), dass die Gegend um die Rausche Froschlaichgebiet ist. „Wir wandern oft den ein Kilometer langen Weg zur Rausche“, erzählte die Leiterin des Hortes, Anja Wojtyschak. Begeistert war auch die Leiterin der Kindertagesstätte, Rita Schiller: „Wir sind eine dörfliche, naturverbundene Kindereinrichtung. Da ist es ganz klar, dass wir bei jeden Wetter unterwegs sind, auch an der Rausche“. Den nächsten Familienausflug plant auch Thomas Schölzel (31) an die Rausche. Er war mit Töchterchen Levinia (5) zur Einweihungsfeier gekommen. „Selbst als Erwachsener kann man noch so einiges anhand der Tafeln lernen“, sagte der Grimmaer, der erst voriges Jahr nach Großbothen gezogen war. Auch die Horterzieherin Marion Müller freute sich über die Tafeln. „Ich gehe sehr gern mit meinen Kindern hierher, da sie sehr wissbegierig sind“, sagte sie und hofft, dass die Tafeln nicht wieder mutwillig zerstört werden.

Von Cornelia Braun

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