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Grimma Naunhof: Auszeichnung für Ralf Peukert
Region Grimma Naunhof: Auszeichnung für Ralf Peukert
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05:00 27.11.2012
Der Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, Ralf Scheler (links), und Sachsens Innenminister Markus Ulbig (rechts) überreichten im Congress Center Leipzig die Anerkennung an Ralf Peukert aus Naunhof. Quelle: Detlef Rohde
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Leipzig/Naunhof

Zimmermeister Ralf Peukert aus Naunhof erhielt in diesem Rahmen eine Anerkennung für die Restaurierung des Fachwerkhauses in Ammelshain.

In Zunftkleidung nimmt er die Anerkennung entgegen. „Ich freue mich und bin sehr stolz", sagt er. Das 1738 erbaute Haus stand seit der Wende leer. Auf Initiative des Schlossclubs Ammelshain begann im Jahr 2010 die Sanierung. „Eine Schadens- und Bestandaufnahme zeigte, dass das Haus vom Zustand her noch erhaltenswert war", berichtet Ralf Peukert. Allerdings stellte er ein großes statisches Problem fest: eine Überbelastung der Strebebalken in den tragenden Wänden. Einige Streben waren in der Vergangenheit herausgeschnitten worden, was zu einer Lastenverlagerung führte. Für die fehlenden baute Peukert neue Fachwerkträger ein. „Außerdem war eine Ecke des Hauses aufgrund verfaulter Balken nicht mehr zu retten."

Ein ganz besonderes Dankeschön erging an Peter Schnabel vom Naunhofer Turmuhrenmuseum. Schnabel bewirbt sich regelmäßig mit seinen Arbeiten bei der Handwerkskammer zu Leipzig. Für die Teilnahme an den insgesamt zehn Messen innerhalb der letzten 20 Jahre erhielt er bereits am Donnerstag eine Ehrenurkunde der Kammer. Für ihn ist eine solche Ehrung ein Ansporn, sich weiter um den Erhalt denkmalgeschützter Turmuhren zu kümmern.

Den ersten Preis für Denkmalpflege verlieh die Handwerkskammer an Tischler Johannes Elste für die Sanierung einer kompletten Art-déco-Innenausstattung einer Villa in Markkleeberg. 40 Einzelstücke im ehemaligen französischen Konsulat erstrahlen wieder im Glanz der Goldenen Zwanziger. 1925 hatte der Verlagsbuchhändler Adolf Bruno Schaefer die Villa in Auftrag gegeben. Kurz vor dem Start der Sanierung 2008 zerstörten Randalierer Teile der Holzeinbauten mit einer Axt.

„Wir brauchen finanzkräftige Eigentümer, aber es müssen auch Mittel für die Sanierung alter Bausubstanz bereitgestellt werden", erklärte Ralf Scheler, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, während der Veranstaltung. Davon würden dann auch die vielen Handwerksbetriebe profitierten. Seit 1991 hat der Freistaat 1,2 Milliarden Euro in Städtebau und Denkmalschutz investiert. „Zwei Drittel der alten Bausubstanz konnte schon saniert werden. Das letzte Drittel steht noch aus", sagte Innenminister Markus Ulbig. Im kommenden Jahr sollen zusätzlich zehn Millionen Euro für das Landesprogramm Denkmalschutz genehmigt werden.

Lisa Berins und Detlef Rohde

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