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Grimma Naunhof: Bahnhofsvorplatz eingeweiht
Region Grimma Naunhof: Bahnhofsvorplatz eingeweiht
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15:46 17.07.2015
Das Wasser fließt: Auf dem Rand des neuen Brunnens sitzen die Mitglieder der Tanzgruppe „dance & more“ und der Singegruppe der Naunhofer Mittelschule nach ihrem Programm. Quelle: Klaus Peschel
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Naunhof

Und der hatte, so wie er jetzt aussieht, ein Ständchen verdient.

Binnen eines Jahres hat sich die Fläche des Platzes verdoppelt. Drei Bushaltestellen, die allen Normen entsprechen, wurden samt Wartehäuschen angelegt. Ebenfalls neu sind ein Taxistand und elf Kurzzeit-Parkplätze. Mehr Räder als vorher finden Platz im modernen Fahrradständer. Teilweise wurden neue Bäume gepflanzt; im Gegenzug mussten einige alte weichen.

Die Ladestraße ist jetzt ordnungsgemäß an die Bahnhofstraße angebunden. Eine neue Einfahrt entstand gegenüber der Lindenstraße. Und der Mast des alten Kandelabers, der schon einmal vor dem Bahnhof stand, wurde wieder aufgesetzt.

Blickfang ist der Brunnen, der gestern während des Programms der Mittelschüler zu sprudeln begann. 20 Zentimeter hoch steht das Wasser in dem Ring aus Kunststein, auf dem die Naunhofer und ihre Besucher jetzt verweilen können.

Insgesamt also laut Vize-Bürgermeister Uwe Killisch (UWV) ein Ort zum Wohlfühlen. „Und wo man sich wohlfühlt, da kommuniziert man miteinander", sagte er. „Jeder, der sich hier umschaut, sieht, dass etwas Gutes entstanden ist." Auswärtige würden das gesamte Areal von Bahnhof und Vorplatz loben.

Worte der Anerkennung fand auch Christa Zeidler, Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Muldental. „Wir wurden schon in der Planungsphase mit eingebunden", erklärte sie. So entstand ein Blindenleitsystem in Form von Rillen, die Betroffenen anzeigen, wo sich die Bordkanten und Abzweige befinden. „Wenn so gebaut wird, ist das ein richtiger Schritt in Richtung Integration und Inklusion behinderter Menschen, um sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen", sagte Christa Zeidler.

Solche Extras müssen nicht unbezahlbarer Luxus sein, wenn gut kalkuliert wird. „Es gelang uns, Kosten einzusparen", erklärte der stellvertretende Bauamtsleiter, Thomas Hertel. 530 000 Euro waren ursprünglich für die Umgestaltung des Vorplatzes veranschlagt gewesen. Am Ende wurde das Vorhaben 61 000 Euro billiger.

Bereits vor zehn Jahren hatte die Stadt den maroden Bahnhof gekauft. Sie gestaltete ihn um, brachte neues Leben in seine Mauern und eröffnete ihn 2009. Mit dem Vorplatz ist das Ensemble nun fertig.

Frank Pfeifer

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