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Grimma Naunhof: Brunnen als letzter Baustein
Region Grimma Naunhof: Brunnen als letzter Baustein
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05:00 08.08.2012
Der Brunnen in Naunhof gestaltet jetzt den Bahnhofsplatz. Quelle: Andreas Roese
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Naunhof

Zum gemütlichen Verweilen soll der Brunnen in Zukunft einladen. Sein Ring misst im Durchmesser drei Meter. Auf den Kunststein werden sich die Naunhofer und ihre Besucher setzen können. Aus dem Auslauf einer Stele wird das Wasser plätschern, das dann im Brunnen rund 20 Zentimeter hoch stehen soll. „Damit sind wir mit dem Bahnhofsvorplatz im Prinzip fertig", sagt Thomas Hertel, stellvertretender Bauamtsleiter von Naunhof. Seit ge raumer Zeit schon gestaltet die Naunhofer Umwelt 2000 GmbH das Gelände im Auftrag der Stadt um. Anfangs war der Platz nur halb so groß wie heute; die Bedingungen für die Reisenden galten als weniger optimal. Deshalb wurden drei Bushaltestellen angelegt, die den Normen entsprechen. Seit rund vier Wochen, so Thomas Hertel, werden sie angefahren. Ebenfalls neu sind ein Taxistand und elf Kurzzeit-Parkplätze. Mehr Räder als vorher finden Platz im modernen Fahrradständer. Teilweise wurden neue Bäume gepflanzt; im Gegenzug mussten einige alte weichen. Rein praktisch gesehen, hätte all das schon gereicht. „Wenn wir aber einen Platz sanieren, dann wollen wir auch einen Hingucker haben", schildert Thomas Hertel. „Vor Jahren hatten wir den Platz vor der Grundschule neu gestaltet. Dort haben wir einen Findling aufgestellt, aus dem Wasser sprudelt. Das gefiel der Bevölkerung." So sei die Idee geboren worden, auch etwas Nass vor den Bahnhof zu bringen. Das machte das gesamte Vorhaben zwar etwas teurer. Aber die Stadt zog es trotzdem durch. 480 000 Euro verschlang die Umgestaltung des Vorplatzes. Zwei Drittel davon erhielt die Kommune als Fördermittel über das Bund-Länder-Programm „Städtebauliche Erneuerung". Naunhof hat damit ein Ensemble geschaffen, das sich sehen lassen kann. Begonnen hatte alles damit, dass die Stadt vor zehn Jahren den zunehmend verfallenden Bahnhof kaufte. Viele Ideen wurden seinerzeit gesponnen, was aus dem Gebäude werden, wie neues Leben in seine Mauern gebracht werden könnte. Schließlich entstand das Konzept, eine Bäckerei mit Café und die Geschäftsstelle des Kreissportbundes des Kreises Leipzig einziehen zu lassen. In neun Monaten wurden stolze 840 000 Euro verbaut, wovon die Stadt selbst 297 000 Euro aufbringen musste. Den Rest erhielt sie als Beihilfen von Bund und Freistaat. Am 20. Februar 2009 konnte schließlich der umgestaltete Bahnhof eingeweiht werden.

Frank Pfeifer

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