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Naunhof: Die Alten ticken noch richtig

Naunhof: Die Alten ticken noch richtig


Naunhof. In der Naunhofer Ungibauerstraße steht ein Haus, in dem man die Zeit besonders laut hören kann.

. Hier tickt es nicht nur, hier rattert und rasselt es auch und zuweilen erklingen auch Gong oder Glocke. Da weiß der Besucher, was die Stunde geschlagen hat: In dem restaurierten Haus, das einst die Naunhofer Mädchenschule beherbergte, hat das Turmuhrenmuseum Naunhof sein Domizil – „das erste und einzige Turmuhrenmuseum, das es bislang in Sachsen gibt", wie die Chefin vom Turmuhren-Verein, Helga Schnabel, betont. In diesem Monat feiert das Museum sein 15jähriges Bestehen.

In zwei Etagen präsentiert das Museum Turmuhrwerke aus vier Jahrhunderten, darunter auch Leihgaben des mathematischen Salons der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Neben den restaurierten mechanischen Turmuhrenwerken kann sich der Besucher auch mit Glockenläuteanlagen sowie mit so genannten Haupt-und Nebenuhrenwerken vertraut machen.

Bis zu 3000 Besucher jährlich hat das Museum bisher schon gezählt. Viele der Besucher, vor allem auch Schulkinder, beeindruckt bei ihrer Zeitreise hier immer wieder, dass die alten Uhrwerke noch „leben". Die meisten sind, wie auch die zahlreichen alten Küchen- und Stubenuhren, die das Museums-Café zieren, funktionstüchtig. Darüber hinaus geben Originalstücke der Einrichtung einer Uhrmacherwerkstatt aus dem 19. Jahrhundert Einblicke in die Arbeit des Handwerks zu jener Zeit. So wird der Bogen geschlagen von den „Riesenrädern" der Zeitmessung zu den filigranen Wellen und Rädchen, mit denen der Mensch dem Zeitenlauf folgt. „Diese Verbindung herzustellen lag nahe", sagt Peter Schnabel, der sich seit der Eröffnung des Museums vor 15 Jahren für die Restaurierung, Aufarbeitung und Funktionstüchtigkeit der historischen Technik mit Erfolg engagiert. Schnabel, der als gelernter Mechaniker Maschinenbau studiert hat und von Berufs wegen deutschlandweit Turmuhren restauriert, repariert oder auch neue baut, ist zugleich Obermeister der Leipziger Uhrmacherinnung. Auch deren Mitglieder zieht es immer wieder ins Turmuhrenmuseum Naunhof, wo es sich auch bei Kaffee und Naunhofer Kartoffelkuchen gut plauschen lässt. Einmal im Jahr – im Januar – serviert hier Peter Schnabel auch seine berühmte Feuerzangenbowle, die die Vereinsmitglieder Gisela Lüttke-Buddrus und Dietrich Lüttke mit Zeitsprüchen würzen. Die gleichnamige Veranstaltungsreihe des Turmuhrenmuseums hat sich ebenso wie das jährliche Straßenfest des Museums fest im Naunhofer Kulturkalender etabliert. „Darüber hinaus hat sich das Museum mit zahlreichen Sonderausstellungen zu einem touristischen Magneten entwickelt", betont Helga Schnabel. Die 75. – auch das ein Jubiläum – ist am Sonntag eröffnet worden. Sie präsentiert einen Querschnitt von Exponaten, die in den vergangenen 15 Jahren bei Sonderausstellungen zu sehen waren. Da kommt viel zusammen: historische Postkarten, Miniaturpferdekutschen, Puppen, Töpferarbeiten, Minibücher, Sanduhren, Mineralien.

 Das Turmuhrenmuseum Naunhof ist Mittwoch bis Freitag von 14 Uhr bis 18 Uhr sowie Sonnabend, Sonntag und an Feiertagen von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Telefon: 034293/3 25 13.

www.turmuhrenmuseum-naunhof.de

Andreas Läbe

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Von Redakteur Andreas Läbe

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