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Naunhof: Erfolgreiches Netzwerk

Naunhof: Erfolgreiches Netzwerk

„Das Wichtigste, was man Kindern mitgeben kann, ist Bildung", sagt Stefanie Teichmann. In der Stadtbibliothek Naunhof, die sie leitet, liefen jetzt Leseförderprojekte für Schüler an.

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Stöbern in der Bibliothek: Einige der Mädchen und Jungen der Naunhofer Kindertagesstätte Zwergenland, die in den Bilderbüchern der Einrichtung blättern. Später werden sich sicherlich viele von ihnen an den Leseförderprojekten beteiligen.

Quelle: Frank Pfeifer

Naunhof. Das Heranführen an die Einrichtung beginnt aber schon im Kindergartenalter.

„Wir sind heute hier, um die Freude am Buch und an der Sprache zu wecken", sagt Yvonne Bogen, Leiterin der Kindertagesstätte Zwergenland. Ganz anders, als es sonst in einer Bibliothek üblich ist, geht es an diesem Vormittag recht laut zu, wenn die Kleinen im Bestand der Kinderabteilung stöbern. Für manche die erste Kontaktaufnahme mit dem noch fremden Medium Buch.

Die eigentlichen Leseförderprojekte beginnen mit den Erstklässlern der Naunhofer Grundschule. Sie stellen sich dem sogenannten Kokusnuss-Wettbewerb. Bei jedem Bibliotheksbesuch, ob im Klassenverband oder mit den Eltern, erhält jedes Kind einen Stempel. Für die Siegerklasse wird eine Piratenparty mit professionellen Schauspielern gestaltet.

Mit zunehmendem Alter wachsen die Anforderungen an die Kinder. Die Zweitklässler sollen schon selbstständig in die Bibliothek kommen. Ein Jahr später haben die Mädchen und Jungen Quizfragen zu vorgelesenen Geschichten zu beantworten. Und in der vierten Klasse werden sie in die Lage versetzt, in der Einrichtung zu recherchieren. Ob vor Ort oder im Internet sollen sie nach Titeln, Verfassern und Themen suchen. Belohnt wird diese Leistung am Ende mit dem Prädikat „Lesen", das in Gold, Silber und Bronze erlangt werden kann.

Vor vier Jahren hatte die Bibliothek die Leseförderprojekte ins Leben gerufen. Aus den ersten Klassen beteiligten sich damals rund 50 Prozent der Schüler an ihnen. Dieser Stamm erweiterte sich mit der Zeit kontinuierlich. Die damaligen Abc-Schützen haben sich mittlerweile zu Viertklässlern entwickelt, von denen 80 Prozent die Projekte besuchen. „Aus ihnen sind inzwischen selbstständige Persönlichkeiten geworden", erklärt Stefanie Teichmann und fügt noch einen positiven Nebeneffekt hinzu: „Manche Kinder haben sogar ihre Eltern dazu angeregt, selbst Nutzer der Bibliothek zu werden." Bei einer Jahresgebühr von 5,10 Euro pro Erwachsenem und 2,50 Euro pro Kind für die Leiterin ein sehr gutes Angebot.

Von den insgesamt 230 Naunhofer Grundschülern beteiligen sich derzeit 190 an den Leseförderprojekten. Möglich werden konnte ein derartiger Erfolg nur, weil sich laut Stefanie Teichmann ein enges Netzwerk zwischen Bibliothek, Schule und Eltern entwickelt hat. „Wir alle wollen in die Zukunft der Kinder investieren", sagt sie.

Und weil das am besten so frühzeitig wie möglich beginnt, hat ihre Einrichtung auch schon mit den Kindertagesstätten Kooperationsverträge abgeschlossen. Die Steppkes vom Zergenland profitieren an diesem Tag gerade davon. Sie haben sich jetzt genug in der Bibliothek umgeschaut und wollen raus ins Freie zum Spielen. Doch Stefanie Teichmann drückt noch jedem ein Malbuch in die Hand, damit der Kontakt mit dem für manche Kinder noch fremden Medium nicht genauso schnell abreißt, wie er zustande kam. Frank Pfeifer

Frank Pfeifer

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