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Grimma Naunhof: Gefährliches Gelände soll entgiftet werden
Region Grimma Naunhof: Gefährliches Gelände soll entgiftet werden
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05:00 17.10.2012
Blick durch den Zaun: Das vordere Gebäude des Sachsenpelz-Betriebsgeländes (rechts) wurde saniert und beherbergt das Jobcenter. Dahinter sieht es arg aus. Die giftigen Altlasten des Areals sollen nun untersucht werden. Quelle: Andreas Röse
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Naunhof

Heute gilt das Gelände hinsichtlich der Altlasten als einer der gefährlichsten Standorte Sachsens. Das soll sich nun ändern.

Der Landkreis fordert von der Stadt, das Grundstück an der Alten Beuchaer Straße eingehend zu untersuchen. Es müsse herausgefunden werden, an welchen Stellen sich welche Gifte im Boden befinden. Dem will die Kommune nachkommen. Für das entsprechende Gutachten stellt sie 8000 Euro bereit. Das Geld war eigentlich dafür bestimmt gewesen, an der Polenzer Straße in Ammelshain einen Fußweg anzulegen. Weil dafür aber derzeit kein Baurecht besteht – der erforderliche Planfeststellungsbeschluss fehlt noch –, soll diese Maßnahme um ein Jahr verschoben werden.

Damit steht also das Geld für die Altlasten-Untersuchung zur Verfügung, ohne dass an anderen Haushaltsstellen Kürzungen vorgenommen werden müssen. Zu dem Betrag, den die Stadt für das Gutachten ausgibt, erhofft sie sich Fördermittel in gleicher Höhe. Den Antrag auf Beihilfen will sie zügig stellen, damit die Erkundungen im Frühling kommenden Jahres ausgeführt werden können.

Der Kommune war bekannt gewesen, dass enorme Belastungen bestehen, als sie vor einigen Jahren das zuvor private Areal während einer Zwangsversteigerung erstand. Eine Nutzungskonzeption für die Zeit nach der Entgiftung hat sie bereits erarbeiten lassen. Ziel ist es, auf dem Gelände Raum für das altersgerechte Wohnen zu schaffen. Dazu müsse, so der Stellvertretende Bauamtsleiter, Thomas Hertel, im hinteren Bereich die gesamte Bebauung abgerissen werden. Nur die vordere Front, in der sich das kommunale Jobcenter des Landkreises befindet, könne zum Teil erhalten bleiben. Einige Gebäude würden neu errichtet. „Am Ende sollen auf der Fläche elf Häuser stehen", sagt Hertel.

Solch ein Vorhaben kann die Stadt nicht selbst stemmen; sie ist auf einen Investor angewiesen. „Mit ihm", erklärt Hertel, „muss abgesprochen werden, wer die Altlasten beseitigt – ob nun er oder die Stadt."

Frank Pfeifer

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