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Grimma Naunhof: Haus Grillensee wiedereröffnet
Region Grimma Naunhof: Haus Grillensee wiedereröffnet
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05:00 06.09.2012
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Naunhof

Doch mit einem festlichen Akt wurde die Einrichtung erst gestern wiedereröffnet.

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Damit sei die „Operation Sandsack“ endgültig abgeschlossen, machte Michael Stroh vom Vorstand der Kindervereinigung klar. Er wollte aber nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen. Ihm schien es wichtig, noch einmal auf die Überschwemmungen großer Teile der Kindereinrichtung im Januar 2011 einzugehen.

Um die Katastrophe mit all ihren Folgen Revue passieren lassen zu können, baute er symbolisch eine Brücke des Dankes, über die er alle Helfer hat gehen lassen. Zu denen gehörte der ehemalige Bürgermeister Uwe Herrmann, der als Ehrengast geladen war. Doch dieses Mal kam er im feinen Zwirn, also ohne Gummistiefel. Dafür aber mit dem Handy von damals. „Darauf habe ich noch immer die ersten Hochwasserbilder von hier abgespeichert“, sagte er.

Sein Interimsnachfolger im Amt, Jörg-Dietmar Funke, zeigte sich, wie alle Gäste, beeindruckt von der Leistung des Wiederaufbaus. Obgleich dieser deutlich länger als erwartet angedauert hat, weil, wie sich Michael Stroh nicht verkneifen konnte zu erwähnen, eine Menge widriger Umstände zur Verzögerung beigetragen hätten.

Aber nun präsentiert sich das Haus Grillensee so, „als wäre gar nichts passiert“, bemerkte einer der Gäste voller Bewunderung. „Möge dies ein Kompliment an die Mitarbeiter des Hauses sein, die dafür Übermenschliches vollbracht haben“, meinte daraufhin Michael Stroh. Welche Entbehrungen nötig gewesen waren, das kann nur das Team um Hausleiterin Carmen Knoth ermessen. Und so war es für alle Gäste verzeihlich, dass Carmen Knoth die Fassung verlor, als sie sichtlich gerührt und gar unter Tränen ihren Mitarbeitern Anerkennung zollte und ihnen dankte. „Was ihnen an Mehrbelastungen zugemutet worden ist, war nicht selbstverständlich hinzunehmen. Ich bin stolz auf sie.“

Frank Schmidt

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