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Naunhof: Iseki braucht mehr Platz

Naunhof: Iseki braucht mehr Platz

Das Geschäft brummt, im Produktionsbereich geht es eng zu. Deshalb will sich die Iseki Maschinen GmbH erweitern. In Kürze möchte das Unternehmen mit dem Bau einer neuen Halle an der Erdmannshainer Straße beginnen.

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Gute Auftragslage: Die Monteure Christian Wenzel (r.) und Kai Beckmann setzen einen Traktor für den kommunalen Einsatz zusammen.

Quelle: Andreas Röse

Naunhof. Der Naunhofer Stadtrat hat dafür, wie kurz berichtet, den Weg bereits freigemacht.

Vor allem sind es Kommunen und Dienstleister für Städte und Gemeinden, aber auch Gärtnereien, Landschaftsbau- und kleinere Agrarbetriebe, die Iseki-Traktoren für die Grundstücks- und Anlagenpflege sowie die Bodenbearbeitung bestellen. Und das in zunehmendem Maße. Steigende Produktionszahlen machen eine Erweiterung des Standorts Naunhof erforderlich.

Die rund 600 Quadratmeter große Halle, in der Anbauten für die Maschinen hergestellt werden, reicht nicht mehr aus. Hier werden unter anderem Schneeschilder, Mähwerke und Grasabsaugungen je nach Kundenwunsch in Handarbeit gefertigt. Mit etwas mehr Platz ließen sich die Stückzahlen erhöhen und die Arbeitsabläufe optimaler gestalten. So soll gleich nebenan - verbunden durch einen Wanddurchbruch - eine zweite Produktionshalle entstehen. Etwas kleiner, ungefähr 580 Quadratmeter groß.

Die Produktion von Maschinenanbauten ist das eine Standbein, auf dem die Naunhofer Betriebsstätte steht. Ein größeres Volumen nimmt in einer anderen Halle die Montage von Traktoren ein, die aus Japan geliefert werden. Das Unternehmen mit Sitz in Tokio gilt als zweitgrößter Hersteller von Landmaschinen in Japan, setzt diese aber hauptsächlich in Asien ab. Nach Europa exportiert er vor allem die kleineren Maschinen für die Grundstücks- und Anlagenpflege, die zum Beispiel beim Winterdienst, in Parks und auf Sportplätzen Anwendung finden.

Diese werden seit 1968 von Meerbusch bei Düsseldorf aus deutschlandweit vertrieben. 1991 erweiterte sich das Unternehmen in die neuen Bundesländer. Erster Standort war der Wurzener Ortsteil Burkhartshain, wo eine Halle angemietet wurde. Zwei Jahre später erfolgte der Umzug in den Naunhofer Neubau. Zunächst wurden die Traktoren nur montiert und an Fachhändler vertrieben. 1996 kam die Produktion der Anbaugeräte hinzu.

Begonnen wurde 1991 mit acht einheimischen Mitarbeitern, heute sind 30 in Naunhof angestellt. Sie arbeiten in der Produktion, Montage, Verwaltung und im Lager.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Naunhofer Stadtrat das Vorhaben, eine neue Halle zu errichten, abgenickt. Vorausgegangen war eine Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Weil es sich bei der Fläche, auf der die Halle entstehen soll, um ein Areal handelt, das als gewerbliche Baufläche ausgewiesen ist, gab es keine wesentlichen Bedenken von Behörden, Institutionen und Verbänden. Lediglich einige Anregungen wurden in die Planunterlagen eingearbeitet. In den nächsten Tagen soll mit dem Bau der Produktionshalle begonnen werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.10.2014
Pfeifer, Frank

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