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Naunhof: Neuer Bahnsteig in Planung

Naunhof: Neuer Bahnsteig in Planung

Naunhof. Die Naunhofer kennen es nicht anders: Wollen sie mit dem Zug nach Leipzig fahren, müssen sie am Bahnhof die Gleise überqueren.

Doch dieser Zustand entspricht wegen der Gefahren, die er birgt, nicht mehr den heutigen Gesetzen. Deshalb soll er geändert werden.

In Planung befindet sich ein umfassender Umbau im Bereich des Bahnhofs. Der Bahnsteig 2 zwischen den Gleisen soll komplett entfernt werden. Vorgesehen ist, eine neue Plattform jenseits des zweiten Gleises in Richtung Nordstraße zu errichten. Die Zeitschiene dafür steht noch nicht fest. Deutsche Bahn (DB) und die Stadt diskutieren momentan über Einzelheiten.

Ursprünglich wollte das Transportunternehmen, dass der neue Bahnsteig fußläufig ausschließlich über die Großsteinberger Straße zu erreichen sein sollte. Für Reisende ein großer Umweg im Vergleich zu jetzt. Zumal sie beim Passieren des Bahnübergangs Großsteinberger Straße womöglich vor geschlossenen Schranken stehen könnten und die Durchfahrt des Zuges beobachten würden, in den sie eigentlich einsteigen wollten. "Wir als Stadt und der Zweckverband Nahverkehr Leipzig forderten eine Ersatzlösung, die es möglich macht, schneller vom Bahnhofsgebäude zum neuen Bahnsteig 2 zu gelangen", erklärt der Naunhofer Bauamtsleiter Thomas Hertel.

Darauf hat sich die DB eingelassen. Nunmehr soll zwischen Bahnhof und Park-and-ride-Parkplatz eine Brücke errichtet werden, die beide Bahnsteige über die Gleise hinweg verbindet. Ein großes Manko würde sie allerdings aufweisen: Sie wäre wegen der vorgesehenen Treppen, die hinauf und hinunter führen, nicht barrierefrei. Rollstuhlfahrer wären im Nachteil und müssten den weiteren Weg außen herum über die Schranken nehmen.

Auf dem neuen Bahnsteig 2 sollte nach Ansicht der DB lediglich eine drei mal 1,50 Meter große Bedachung mit Windschutzwänden installiert werden. Die Stadt hält diese Fläche für zu klein, sie werde der Anzahl der Reisenden nicht gerecht. "Deshalb fordern wir eine 30 Meter lange Wartehalle mit einem angemessenen Windschutz ähnlich der, die schon am Schkeuditzer Bahnhof steht", sagt Hertel. Eine Antwort der DB stehe noch aus.

Auch auf einen anderen Wunsch der Stadt hat das Unternehmen bislang nicht reagiert. Die Kommune will, dass der Bahnsteig 1 ebenfalls erneuert wird. "Als wir seinerzeit den Park-and-ride-Platz angelegt haben, hatte die DB von uns gefordert, dass dieser aus Gründen der Barrierefreiheit an der künftigen Höhe des Bahnsteigs 1 ausgerichtet sein solle. Dem ist die Stadt nachgekommen", erläutert Hertel. "Doch jetzt will die DB den Bahnsteig nicht mehr neu bauen. Das heißt, die Rampe zu diesem Bahnsteig würde bestehen bleiben." Frank Pfeifer

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2013

Pfeifer, Frank

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