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Naunhof: Planung für Erweiterung des Gymnasiums läuft

Naunhof: Planung für Erweiterung des Gymnasiums läuft

Mit der Zukunft von zwei Bildungsstätten befasste sich der Vergabeausschuss auf seiner jüngsten Sitzung. Nach einer kontrovers geführten Diskussion schob das Gremium die Planung für den zweiten Bauabschnitt des Gymnasiums an.

So könnte die Naunhofer Mittelschule im kommenden Jahr von vorn aussehen. Noch gibt es aber mehrere Entwürfe, über die nun Lehrer und Schüler abstimmen dürfen. Fest steht, dass die Bildungsstätte neue, weiße Kunststoff-Fenster erhält.

Quelle: privat

Naunhof. Und es traf eine erste Entscheidung für die Teilsanierung der Mittelschule.

Im Zentrum der Kritik stand der Architektenvertrag zwischen Kommune und dem Leipziger Ingenieurbüro

S.ai GmbH Stelzel, der auf die Erweiterung des Gymnasiums abzielt. In nahezu allen Paragrafen mahnte Heidi Kühn, als berufene Bürgerin nicht stimmberechtigtes Mitglied des Ausschusses, Veränderungen an. Unter anderem war im Vertragstext nicht ausgeführt, welche Gebäude denn nun entstehen sollen. Als Amtsverweser Karsten Rottstädt (FDP) im Eilzugtempo Kühns Einwände abfragte, platzte ihr der Kragen: „Wenn nicht erwünscht ist, dass man etwas sagt, kann ich auch gleich gehen."

Angesichts der Masse an offenbar notwendigen Korrekturen am Vertragstext war für Harry Eichhorn (Die Linke) klar: „Die Vorlage ist nicht beschlussfähig." Und Gabriele Wegel (CDU) forderte: „Sie sollte überarbeitet werden."

Doch weder Rottstädt, noch Architekt Marco Stelzel wollten sich auf eine spätere Entscheidung einlassen. Denn dann, so erklärten sie unisono, wäre der Zeitplan für die erforderliche Erweiterung des Gymnasiums gefährdet. Bis 2015 müssten die neuen Gebäude stehen, um eine Zweizügigkeit der Bildungseinrichtung zu gewährleisten.

So ließ sich der Amtsverweser nach Rücksprache mit dem Architekten auf zehn Änderungen im Vertragstext ein, die der Ausschuss mehrheitlich durchwinkte. In einer Sache blieb Rottstädt jedoch hart. Heidi Kühn und der berufene Bürger Sven Röh hatten kritisiert, dass der Architekt mit einer Pauschale entlohnt werden soll. Gerechter, so Röh, sei es, ihn entsprechend der erbrachten Leistung zu vergüten. Und diese werde erst ersichtlich, wenn genau feststehe, was die Neubauten kosten. Momentan sind fünf Millionen Euro geschätzt – doch diese Summe kann sich noch wesentlich ändern. Mit den Stimmen von UWV und FDP brachte Rottstädt dennoch die pauschale Vergütung des Ingenieurbüros in trockene Tücher.

Wesentlich ruhiger verlief die Debatte zu Sanierungen an der Mittelschule. Stelzel, der dort ebenfalls die Planung innehat, stellte den Ausschussmitgliedern einige Farbvarianten vor, wie die Fassade aussehen könnte. Schüler und Lehrer sollen nun mit abstimmen, welche ihnen am besten gefällt.

Der Ausschuss legte hingegen schon fest, dass die Schule weiße Kunststoff-Fenster erhält, weil die alten an der Wetterseite wegfaulen. Die Fenster sollen in der Brüstung aus einer Festverglasung und darüber befindlichen Dreh-Kipp-Flügeln bestehen. Bislang sind sie genau anders herum aufgebaut, was die Gefahr birgt, dass Kinder hinaus stürzen, wenn sie sich auf ein Fensterbrett setzen. Nur in der oberen Etage werden die neuen Fenster genauso aussehen wie die alten. Dort verlaufen Heizungsrohre an der Decke, die verhindern, dass sich Fenster in ihren oberen Bereichen öffnen lassen.

Frank Pfeifer

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