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Grimma Naunhof: Spielzeug aus einer anderen Zeit
Region Grimma Naunhof: Spielzeug aus einer anderen Zeit
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15:05 19.05.2015
Spielzeug aus einer anderen Zeit: Im Naunhofer Turmuhrenmuseum werden aktuell historische Puppenstuben ausgestellt. Quelle: Roger Dietze
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Naunhof

Und Anette Lahl, die die Stücke in den vergangenen Jahren zusammengetragen hat, kann diesen Eindruck bestätigen.

"Bei meiner jüngsten Ausstellung in Borsdorf haben vor allem die Mütter und Großmütter Interesse gezeigt, während lediglich ein Kind mit einer Puppenstube gespielt hat", bedauert die Borsdorfer Osteopathin. "Man benötigt Fantasie beim Spiel mit der Puppenstube, und daran mangelt es vielen Kindern heute in Anbetracht der Fülle an elektrischen Spielsachen." So hat es die 47-Jährige zumindest beobachtet.

In ihrer Kindheit sei die Puppenstube noch das Spielzeug schlechthin für Mädchen gewesen. "Meine erste hat meine Großmutter im Versteigerungshaus in der Großen Fleischergasse in Leipzig für zehn Mark der DDR ersteigert", erinnert sich Lahl, die das gute Stück später an die Tochter weiterreichte, die es ihrerseits an ihr Kind weitergab. So blieb das Thema Puppenstube auch bei Anette Lahl stets präsent und ging, wie sie es ausrückt, schleichend in eine Sammelleidenschaft über. Eine Leidenschaft, die sich indes nicht im Erwerb der historischen Stücke schwerpunktmäßig in den Maßstäben 1:8 und 1:10 erschöpft. "Ich renoviere, tapeziere und gestalte einerseits alte Puppenstuben um und baue sie andererseits auch neu", erklärt sie. Dies setze regelmäßige Besuche von Flohmärkten und des Internet-Auktionshauses Ebay voraus, während die elektrische Ausstattung für die Miniaturwohnstuben im Fachhandel erhältlich sei.

Im Naunhofer Turmuhrenmuseum wird aktuell lediglich eine recht kleine Auswahl der reichlich 50 Stücke umfassenden Sammlung gezeigt, deren quantitative Entwicklung derzeit laut Anette Lahl stagniert. "Mir fehlt schlicht und einfach der nötige Platz. Allein wenn mir ein schönes Stück angeboten wird, kann ich nicht Nein sagen", so die Borsdorferin, für die die Beschäftigung mit ihrer Sammlung nach eigener Aussage einem Schwelgen in Kindheitserinnerungen gleichkomme.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.12.2013
Dietze, Roger

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