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Grimma Naunhof: Sport treiben ganz in Familie
Region Grimma Naunhof: Sport treiben ganz in Familie
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14:13 19.05.2015
Sport treiben ganz in Familie: In Naunhof frönen die Faustballer dem Spiel, das seine Wurzeln in der Antike hat. Quelle: Roger Dietze

In Naunhof hält man seit den 1940er-Jahren jenem Spiel die Treue, das drei Jahrhunderte vor Christus in Italien entstanden sein soll und dessen Existenz für das Jahr 240 nach Christus schriftlich belegt ist.

Im Turn- und Sportverein Naunhof 1884, der in diesem Jahr sein 130. Gründungsjubiläum feiert und sich gerade in einer Woche der offenen Turnhallen der Öffentlichkeit präsentiert, waren es in erster Linie die Frauen, die nach dem Zweiten Weltkrieg dem Mannschaftssport frönten. Heute ist die 14 Mitglieder starke Abteilung Faustball innerhalb des TSV eine bunte Truppe, sowohl hinsichtlich der beiden Geschlechter als auch des Alters. "Faustball ist ein Teamsport, in den sich jeder nach seinen Fähigkeiten und der Fitness einbringen kann", erläutert Trainer Jürgen Schubert. "Die Defizite, die unsere älteren Mitspieler im Bereich der Physis haben, gleichen sie mit Erfahrung und Ballgefühl aus", so der 57-Jährige.

Beide Qualitäten im Übermaß vermag Inge Eckardt in die Waagschale zu werfen. Die 78-Jährige frönt dem Faustballspiel, das im Muldental außer in Naunhof nur noch beim SV Schwarz-Gelb Wurzen betrieben wird, seit den 70er-Jahren. "Ich habe ursprünglich Gymnastik gemacht, aber das war mir irgendwann zu langweilig", so die rüstige Seniorin, die mit der Ankündigung für Unmutsbekundungen bei ihren Mitspielern sorgt, sie wolle mit dem Erreichen der 80 mit dem Faustball aufhören.

"Faustballl ist ein absoluter Teamsport, in den sich jeder und jede einbringen kann", so Abteilungsleiterin Kathrin Buhl. Zumal es bei den Naunhofer Faustballern keinen sportlichen Druck gibt. "Wir nehmen nicht am Ligabetrieb teil und haben dies auch in der Vergangenheit nie getan", sagt Jürgen Schubert. Zum einen sei die Fluktuation in der Abteilung über all die Jahre hinweg zu groß gewesen, zum anderen habe es die personelle Quantität wie Qualität nicht hergegeben. "Außerdem bedarf es dazu eines sehr erfahrenen Trainers, der mit den Tricks und Kniffen dieses Sports bestens vertraut ist", schätzt Schubert seine Fähigkeiten realistisch ein.

Seit immerhin acht Jahren gehört Marco Buhl der Abteilung an, der seiner Schwester in diese gefolgt ist. "Ich habe einmal zugeschaut und sofort mitgemacht", so der 22-Jährige, der, unabhängig davon, dass Mutter und Schwester dem gleichen Sport frönen, von einer "familiären Atmosphäre" in der Abteilung spricht. "Neben dem Sport unternehmen wir viel und feiern auch oft zusammen", sagt er. Trainiert wird jeden Montag zwischen 18 und 20 Uhr in der Sporthalle der Naunhofer Oberschule.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.07.2014
Dietze, Roger

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