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Grimma Naunhof: Stadt sucht neuen Amtsverweser
Region Grimma Naunhof: Stadt sucht neuen Amtsverweser
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05:00 20.10.2012
Ungewöhnliche Stellensuche: Das Nauhofer Rathaus braucht einen neuen Amtsverweser. Bewerbungen werden bis zum 1. November entgegengenommen. In einer Sondersitzung am 14. November soll entschieden werden, wer den Job erhält. Quelle: Andreas Röse
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Naunhof

Amtsverweser nennt sich der Job, den das Naunhofer Rathaus zu vergeben hat. Interessenten für die Arbeitsstelle müssen allerdings schnell zuschlagen.

Nach dem angekündigten Rücktritt des jetzigen, erkrankten Amtsverwesers (LVZ berichtete) stellte Vize-Bürgermeister Uwe Kulisch (UWV) am Donnerstagabend im Stadtrat klar, dass er es nicht leisten kann, Naunhof bis zur Einführung eines neuen Bürgermeisters zu leiten. Sein Beruf gebe es nicht her, diese ehrenamtliche Aufgabe nebenher wahrzunehmen, wie er es in den vergangenen Wochen getan hat. Die Mitarbeiter in der Stadtverwaltung lobte er. Sie hätten eine gute Arbeit in dieser Zeit geleistet. Auf sie habe er sich verlassen können. Es wäre aber sinnvoll, einen neuen Amtsverweser zu wählen, der zur Dienstzeit im Rathaus ansprechbar sei.

So weit gingen wohl alle Abgeordneten mit. Doch über den Zeitplan, der zum Ziel führen soll, gab es einige Diskussionen. Muss wirklich innerhalb der kommenden zwei Wochen nach einem neuen Amtsverweser gesucht werden, obwohl genau in dieser Zeit potenzielle Bewerber im Urlaub sein und deshalb von dem Anliegen nichts erfahren könnten? Oder sollte die Frist über die Herbstferien hinaus verlängert werden? Schließlich setzte sich der straffe Zeitplan durch. Noch nicht einmal für eine öffentliche Ausschreibung bleibt Zeit. „Ich denke mal, dass die LVZ am Sonnabend darüber berichtet, dass wir einen Amtsverweser suchen", sagte Kulisch.

Einstimmig beschloss der Stadtrat, dass sich Kandidaten für den Posten des Amtsverwesers bis zum 1. November in der Stadtverwaltung melden sollen. Vertreter aller Fraktionen sichten dann die eingegangenen Bewerbungsunterlagen. In einer Sondersitzung soll der Stadtrat am 14. November entscheiden, wer den Zuschlag erhält.

„Für mich hat es einen bitteren Beigeschmack, so eine Stelle wie auf einem Basar auszuschreiben", kommentierte Harry Eichhorn (Die Linke). Er bat, auch zu prüfen, ob das Landratsamt einen geeigneten Mitarbeiter stellen kann, der die Amtsgeschäfte überwacht. „Längst geschehen", entgegnete Kulisch. Laut Kreisbehörde solle aber erst der Stadtrat suchen. Nur wenn das Parlament niemanden finde, werde das Landratsamt eingreifen und jemanden entsenden. Eine Verfahrensweise, der auch Joachim Burchert (FDP) etwas abgewinnen konnte: „Nur wenn sich wider Erwarten niemand meldet, sollten wir das Landratsamt um Hilfe bitten."

Frank Pfeifer

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