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Grimma Naunhof: Stadtpolizisten ziehen Bilanz
Region Grimma Naunhof: Stadtpolizisten ziehen Bilanz
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05:00 13.02.2010
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Naunhof

Für die beiden Stadtpolizisten Günther Neidhold und Thomas Albrecht gibt es keine Ausnahme. Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, dass sich die Beiden „Autorität verschafft“ haben, wie Neidhold behauptet.

Seit rund sieben Monaten sind die zwei im Dienst der Stadt allabendlich als Ordnungs-Team mit dem blauen Dienst-Polo auf Achse, damit Gesetze, Vorschriften oder Verordnungen nicht nur geduldiges Papier bleiben. Sehen und gesehen werden heißt die Devise ihrer präventiven Arbeit – und handeln. So haben sie erfreuliche und unerfreuliche Bekanntschaften gemacht und genau so viel erfreuliche und unerfreuliche Erfahrungen. Die Liste der „Vorgänge“, wie das im ordnungsamtlichen Deutsch heißt, ist lang. Das Spektrum der Fälle breit, wie eine erste Bilanz zeigt.

Im Waldbad zum Beispiel hatten Neidhold und Albrecht Jugendliche auf frischer Tat beim Einbruch in den Kiosk ertappt. Als sie am Bahnhof zwei betrunkene Obdachlose vorfanden, sorgten sie dafür, dass die Beiden zumindest vorübergehend ein Dach übern Kopf bekamen. Als es in der Bismarckstraße zwischen zum Teil betrunkenen Jugendlichen zur Schlägerei kam, mussten sie die Polizei hinzurufen. „Es ist nicht angenehm, wenn überm eigenen Kopf eine Flasche kreist“, sagt Albrecht. In Ammelshain mussten sie einschreiten, weil einer außerhalb des erlaubten Zeitraumes im Freien gegogelt hatte. „Da wurden ganze alte Möbelstücke ins Feuer geworfen“ erinnert sich Albrecht. Und immer wieder Spurensicherung von Lebewesen der unheimlichen Art: „Der wilde Müll, den Unbekannte einfach in die Landschaft kippen, will kein Ende nehmen“, sagt Neidhold. Er und Albrecht kennen mittlerweile die „Lieblingsplätze der Wilden“: Oberer Haselberg in Ammelshain, Moritzsee- und Grillenseegebiet, Zufahrten zum ehemaligen Betonwerk.

Aber es gibt auch die erfreulichen Momente im Leben eines Stadtpolizisten. Für die beiden Stadtordnungshüter zählt dazu, wenn sie beispielsweise von Schülern freundlich gegrüßt werden, denen sie vor geraumer Zeit noch die Leviten lesen mussten. „Man kennt sich mittlerweile. Wenn man schon mal miteinander gesprochen hat, verschwindet die Anonymität. In sieben Monaten haben sich auch Vertrauen und Vertrautsein entwickelt“, resümiert Neidhold. Dazu habe auch Stadtpolizeipräsenz bei Präventionsveranstaltungen in der Mittelschule oder im Jugendklub ebenso wie bei Stadt- oder Dorffesten beigetragen. Neidhold, der von auswärts kommt, meint sich in der Parthestadt bald besser auszukennen, als in seinem Wohnort. „Ich bin fast ein Naunhofer“, sagt er.

Andreas Läbe

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