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Grimma Naunhof: Trägerschaft der Oase 26 endet dieses Jahr
Region Grimma Naunhof: Trägerschaft der Oase 26 endet dieses Jahr
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16:35 19.05.2015
Noch offen: Wenn sich das Tor des Kinder- und Jugendhauses Oase 26 nicht schließen soll, muss ein neuer Träger her. Gespräche laufen. Quelle: Roger Dietze

Die Aufhebung der Trägerschaft sei, wie Zocher betonte, im beiderseitigen Einverständnis erfolgt.

Ein neuer Betreiber wäre zwar noch nicht gefunden, man stehe jedoch in Kontakt mit der Kindervereinigung Leipzig. "Wir suchen für die Oase einen Träger, der präventive Jugendarbeit besser zu leisten in der Lage ist als die Volkssolidarität", erklärte Zocher. Ausdrücklich betonte er, dass der Trägerwechsel nichts mit der Person der KJH-Leiterin Katharina Schwarz zu tun habe. "Sie hat alles super im Griff. Sollte es die Möglichkeit geben, dass sie vom neuen Träger übernommen wird, hätten wir keine Probleme damit."

Ziel der städtischen Bemühungen sei es, einen Träger zu finden, der bei identischen finanziellen Rahmenbedingungen den Anforderungen im Bezug auf das KJH besser gerecht werde. Er müsse entsprechende Erfahrungen im präventiven Bereich besitzen und über das entsprechende Knowhow verfügen.

Man strebe eine "komplexe Lösung" für das KJH an, bei der alle Räumlichkeiten der Einrichtung einer Nutzung zugeführt werden. "Idealerweise lassen sich die Schulsozialarbeit an der Mittelschule und die Oase in ein und dieselbe Hand legen, um damit Synergieeffekte erreichen zu können", so der Bürgermeister.

Der Trägerwechsel fällt in eine Zeit, in der grundlegende Veränderungen in der Kinder- und Jugendarbeit ihre Schatten voraus werfen. Die im kommenden Jahr in Kraft tretende neue Jugendhilfeplanung des Landkreises sieht unter anderem vor, dass Jugendclubs und ähnliche Einrichtungen nach Möglichkeit nur noch bedarfsweise Öffnungszeiten bereithalten sollen und dass die fünf Jugendclubs im Sozialraum Partheland enger miteinander kooperieren sollen.

Wie Katharina Schwarz gegenüber den Stadträten ausführte, sei es trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, Kinder und Jugendliche der Altersgruppe zehn bis 18 Jahre in nennenswerter Zahl an die Oase zu binden. Eine Altersgruppe, auf die auch die neue Jugendhilfeplanung ziele. "Zum Kommunizieren muss in der heutigen Zeit kein Kind mehr das Haus verlassen, zudem binden Hort, schulische Ganztagsangebote und Vereinsaktivitäten viel Zeit", so Schwarz.

Im Ergebnis suchten überwiegend Heranwachsende bis junge Männer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren die Oase auf, auch wenn sie nicht der Zielgruppe angehören würden. "Mit dieser Generation ist ein Kinder- und Jugendhaus überfordert, sie bedürfen vielmehr alternativer sozialpädagogischer Angebote", erklärte die Leiterin der Einrichtung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.06.2013

Dietze, Roger

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