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Grimma Naunhof: Vier Kandidaten und ein leerer Stuhl
Region Grimma Naunhof: Vier Kandidaten und ein leerer Stuhl
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05:00 31.01.2013
Der Stuhl von Karsten Rottstädt blieb während der Podiumsdiskussion leer. Volker Zocher, Mario Schaller, Hermann Kinne und Torsten Wanke (von links) stellten sich den Fragen aus dem Publikum. Der Schauspieler Sven Brömsel moderierte. Quelle: Andreas Röse
Naunhof

Angesichts der Querelen im Vorfeld des zweiten Wahlanlaufs am 3. Februar hatte wohl kaum jemand mit einem solch großen Andrang zur einzigen Podiumsdiskussion gerechnet. Über 300 Besucher fanden den Weg ins Alte Kranwerk.

Das waren zwar weniger als zum Forum vor der gescheiterten Wahl im vergangenen September. Doch im Unterschied zu damals war die Veranstaltung nicht zusammen mit der Stadt organisiert, dafür aber von der Stadt mehrfach in Frage gestellt worden.

Es gab weitere Unterschiede. Diesmal saßen nicht alle Kandidaten auf der Bühne – der Stuhl des von der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV) nominierten Karsten Rottstädt (FDP) blieb frei. Neu war auch, wie manche Fragen mehrheitlich in den Publikumsreihen derart starke Reaktionen auslösten, dass es auf die Antworten kaum mehr ankam. Beispiele: „Befindet sich Herr Rottstädt unter uns?" – Schallendes Gelächter. „Müsste der Stadtrat jetzt nicht zurücktreten?" – Donnernder Applaus.

Mit viel Beifall quittierten die Besucher auch das Bemühen von Heiko Guter, Besitzer des Alten Kranwerks, an der Podiumsdiskussion festzuhalten, die nur zustande kam, weil sich die Stadt über Wochen hinweg geweigert hatte, einen ihrer Räume dafür zur Verfügung zu stellen. Wie gestern berichtet, war die Immobilie auf Anweisung von Rottstädt kurz vor der Veranstaltung noch auf ihren Brandschutz hin überprüft worden, was den Abend hätte in Frage stellen können. Die erteilten Auflagen erfüllte Guter jedoch im Laufe des Tages.

So war der Weg frei für die Diskussion. Unter der amüsanten Leitung, die der Berliner Schauspieler Sven Brömsel („Ich bin ein Schmierenkomödiant") übernahm, standen die vier anwesenden Bürgermeister-Kandidaten Rede und Antwort. Und zwar so lange, bis sämtliche Fragen der Besucher an das Quartett beantwortet waren.

Welche Schwerpunkte für die Entwicklung Naunhofs sehen Sie? Warum geben Sie Ihren Beruf auf, um Bürgermeister zu werden? Diesen und vielen weiteren Themen widmeten sich Hermann Kinne (CDU), der von der Linken nominierte parteilose Torsten Wanke sowie die Einzelkandidaten Mario Schaller und Volker Zocher.

Auffallend war die Lockerheit, mit der die Männer agierten. Kinne sprach beispielsweise eine behindertenfreundliche Gestaltung der Seenlandschaft an, Wanke stellte das Wohl der Kinder in den Vordergrund. Schaller plädierte für mehr Sicherheit und Zocher trat für eine bessere Wirtschaftsförderung ein. Punkte, die wohl jeder hätte unterschreiben können, weshalb sich auch kaum größere Unterschiede hinsichtlich der Positionen und Visionen erkennen ließen. Brömsel: „Im Vorgespräch hatte ich das Gefühl, die Vier sind ein Team."

Frank Pfeifer

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