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Grimma Naunhof: Winterruhe vorm Holzeinschlag
Region Grimma Naunhof: Winterruhe vorm Holzeinschlag
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00:00 22.01.2010
Naunhof

Winterruhe bedeutet auch: keine Arbeiter im Wald. Die Waldarbeiter sind vorübergehend in die Arbeitslosigkeit entlassen worden.

Grund für diese Entscheidung ist der Schnee. „nach den starken Schneefällen, die uns das Tief Daisy beschert hat, ist jetzt im Forst effektives und vor allem sicheres Arbeiten kaum möglich“, sagt Revierförster Udo Köhler. Schon der Weg in den Wald sei mit vielen Hindernissen gepflastert. Bestandspflege und manueller Holzeinschlag seien deshalb im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis gelegt. Dass er die vier Waldarbeiter seines Reviers in die Winterruhe – sprich: vorübergehende Arbeitslosigkeit – schicken musste, sei erstmalig im Naunhofer Revier geschehen. Dennoch sei dies für Forstleute keine unbekannte Situation. „Die Möglichkeit, Waldarbeiter in die Winterruhe zu entlassen, sieht der Tarifvertrag vor. Den Arbeitern wird die Wiedereinstellung garantiert, sobald die Witterungsverhältnisse sicheres, wirtschaftliches Arbeiten im Wald ermöglichen“, erklärt Köhler. Er rechnet damit, dass voraussichtlich noch nächste Woche der Wald für Arbeitseinsätze tabu sein werde.

Köhler nutzt die Tage, um beispielsweise den bevorstehenden Holzeinschlag vorzubereiten. Bäume müssen markiert, künftige Arbeitsschneisen festgelegt werden. Falls der Schnee schmilzt und es die Bodenverhältnisse zulassen, soll möglichst schnell beim Holzeinschlag und bei der Laubholzdurchforstung der Anschluss nach der Zwangspause gefunden werden.

Insgesamt 6000 Festmeter Holz sind in diesem Jahr im Naunhofer Revier zu schlagen. Drei Viertel davon sind so genannte Liefersortimente, auf die Vertragspartner in der holzverarbeitenden Industrie warten. „Nach dem Schnee werden wir ranklotzen müssen. Die Wochen der Winterruhe werden, wenn sie beendet sind, für eine angespannte Situation bei der Lieferplanerfüllung sorgen“, meint der Forstexperte.

In dieser Woche hat er auch mit besonderem Interesse in Richtung Dresdener Heide geblickt. Auf dem Wertholzsubmissionsplatz, den dort der Staatsbetrieb Sachsenforst eingerichtet hat, lagern neben rund 1100 der hochwertigsten Baumstämme aus der sächsischen Waldbewirtschaftung auch edle Hölzer aus dem Naunhofer Forst. Sägewerker, Furnierwerker und Handwerksbetriebe aus dem In- und Ausland haben diese Woche die mächtigen Stämme begutachtet, um ihre Gebote beim Staatsbetrieb Sachsenforst abzugeben. Köhlers Erwartung, dass das Holz, das er für die Wertholzsubmission auserwählt hat, Käufer finden und soliden finanziellen Ertrag bringen wird, hat sich erfüllt. Bei den rund 20 Weymouthkiefern-, Lärchen- oder Roteichestämmen, die das Naunhofer Forstrevier in Dresden „vertreten“ haben, handelt es sich schließlich um gefragte Marktgrößen. Köhler, der die Vorlieben der Kunden kennt und über die Nachfrage auf dem Holzmarkt stets im Bilde ist, hatte schon im vergangenen Jahr bei der Auswahl der Stämme einen guten Riecher bewiesen. „Holz aus Naunhof haben wir bisher immer gut verkauft“, resümiert er. Auch diesmal haben alle Stämme ihre Käufer gefunden.

Andreas Läbe

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