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Naunhof erteilt Sanierungsauftrag für verkaufte Häuser

Naunhof erteilt Sanierungsauftrag für verkaufte Häuser

Mit strikten Auflagen an die Neueigentümer ist der Verkauf dreier städtischer Immobilien verbunden, der zur jüngsten Stadtratssitzung abgenickt worden ist. Veräußert wurden die Malzteichstraße 19 und 21 sowie der Markt 10. Wie kurz berichtet, kamen damit 252 990 Euro in die Stadtkasse.

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Verkauft: Die Stadt hat die Gebäude Malzteichstraße 19 (links) und 21 an die jeweiligen Höchstbietenden abgegeben.

Quelle: Andreas Röse

Naunhof. Auf die geringen Rechte der Neueigentümer machte zur Stadtratssitzung Harry Eichhorn (Die Linke) aufmerksam, der zunächst in den Wahlkampfmodus umschaltete. "Wir baden jetzt die Großzügigkeit der vergangenen Jahre aus, weshalb wir Grundstücke verkaufen müssen, um wieder handlungsfähig zu sein", sagte er, was in den Reihen der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV) Kopfschütteln und Murren auslöste. Eichhorns eigentlicher Punkt waren aber die Vertragsbedingungen. "Wir haben hier einen höchstmöglichen Schutz für die Mieter festgelegt, das ist gut so. Doch die neuen Eigentümer haben ihnen gegenüber geringe Rechte", mahnte er.

In der Tat sollen binnen zwei Jahren beispielsweise in der Malzteichstraße 19 und 21 unter anderem neue Heizungsanlagen eingebaut, Treppenhaus und Fassade gemalert sowie die Außenanlagen gestaltet werden. Im Markt 10 sind Türen, Sanitär- und Elektroinstallation, Dach und Fassade zu sanieren. "Geschieht dies nicht im festgesetzten Zeitraum, wird der Verkauf rückabgewickelt, erläuterte Bauamtsleiter Thomas Hertel. Die Sanierungen könnten zwar auf die Miete umgelegt werden. Für die nächsten zehn Jahre dürfe die Kaltmiete jedoch nicht einen Betrag von 4,40 Euro pro Quadratmeter überschreiten.

"Die Bedingungen hat der Stadtrat schon einmal diskutiert, sie sind heute kein Thema mehr." Mit diesen Worten forderte Uwe Kulisch (UWV) ein Ende der Debatte. Doch Eichhorn ließ sich davon nicht zurückhalten. Er sprach die Naunhofer Wohnbau GmbH an, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt. Sie hatte die besten Gebote für zwei der Gebäude auf den Tisch gelegt. "Bevor wir sie diesem Unternehmen verkaufen, müssen wir wissen, ob es in der Lage ist, das zu stemmen", forderte Eichhorn.

Ein solcher Nachweis der Liquidität müsste dann von allen Bietern erbracht werden, konterte Frank Schneider (UWV). "Das ist gesetzlich gar nicht möglich." Die Gesellschafterversammlung der Wohnbau GmbH habe die Preisgebote beschlossen, erklärte Walter Fritzsche (FDP). Sie seien also abgesichert. Und Kulisch hielt fest: "Es ist zu begrüßen, dass sich die Wohnbau als solide Firma an dem Bieterverfahren beteiligt."

Etwas weiter holte Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) aus. "Die Wohnbau ist nicht mehr die Kuh, die wir vom Eis holen müssen", sagte er. Die Schieflage, in die sie durch den ersten Bauabschnitt des Gymnasiums geraten sei, wäre überwunden. Der Mietpreis, den die Gesellschaft für das Gymnasium erhält, werde sich ab dem 1. Juli wesentlich erhöhen. "In den nächsten Jahren erreichen wir unser Ziel", so Zocher.

Am Ende stimmten alle Abgeordneten den Verkäufen zu. Eine Naunhoferin erhält die Malzteichstraße 19 für 84 990 Euro. Die Wohnbau GmbH zahlt 62 500 Euro für die Malzteichstraße 21 und 105 500 Euro für den Markt 10. In allen Fällen wurden die in den Ausschreibungen genannten Mindestgebote kräftig überschritten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.04.2014
Pfeifer, Frank

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