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Naunhof erweitert Kapazitäten von Kitas

Naunhof erweitert Kapazitäten von Kitas

Die Stadt wächst - und damit ihre Kinderschar. Gut füllt sich beispielsweise das Neubaugebiet zwischen Brandiser Straße und Bahnlinie am Pfarrlehen, wo sich viele junge Familien niederlassen.

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Babyboom: Weil immer mehr Kinder geboren werden oder mit ihren Eltern zuziehen, muss unter anderem dieser Raum in der Fuchshainer Kindertagesstätte Weltentdecker vergrößert werden. Gestern wartete dort noch die Regenbogengruppe auf das Mittagessen.

Quelle: Andreas Röse

Naunhof. Was gut klingt, bringt für die Kommune jedoch ein Problem mit sich: Die Kapazitäten in Kindertagesstätten geraten an ihre Grenzen. Deshalb sollen jetzt drei Einrichtungen erweitert werden.

"Ab 1. August sind wir verpflichtet, für jedes Kind einen Kita-Platz vorzuhalten", machte Kämmerin Kathrin Stehr zur jüngsten Stadtratssitzung Druck. Deshalb sollten in den Kindertagesstätten Waldwichtel an der Schlossstraße und Weltentdecker in Fuchshain sowie in der Ammelshainer Villa Kunterbunt mehr Plätze geschaffen werden. Das Jugendamt habe aber signalisiert, dass nur noch für dieses Jahr Fördermittel für den Bau als gesichert angesehen werden könnten. Stehr: "Es wäre nicht zu verantworten, diese nicht in Anspruch zu nehmen."

Eine Kommune, die Beihilfen erhalten will, muss Eigenanteile aufbringen. Im diesjährigen Haushalt, den das Landratsamt mit der Forderung zur gründlichen Überarbeitung an die Stadt zurückgeschickt hatte, waren diese Mittel in Höhe von insgesamt knapp 31 000 Euro nicht vorgesehen gewesen. "Die Kommunalaufsicht würde aber grünes Licht geben, dass wir das Geld aufbringen dürfen, wenn der Stadtrat einen entsprechenden Beschluss fasst", erläuterte Stehr. Die Summe werde dann aus dem kommunalen Topf genommen, den der Freistaat mit investiven Schlüsselzuweisungen füllt, also mit jenen Mitteln, die er zweckgebunden für die Verbesserung der Infrastruktur im Bereich der Pflichtaufgaben einer Kommune zahlt.

Einstimmig folgte der Stadtrat der Bitte der Kämmerin und gab die Summe frei - allerdings erst nach einigen Diskussionen. Brigitte Blankenburg von der Wählervereinigung Ammelshain: "Voriges Jahr hatten wir eine Beratung, in der uns mitgeteilt wurde, dass wir genügend Kita-Plätze hätten. Entweder habe ich das falsch verstanden, oder die Zahlen waren verkehrt. In so kurzer Zeit kann die Zahl der Kinder doch nicht explodiert sein." Laut Hauptamtsleiterin Simone Leutbecher hat aber niemand mit dem jetzigen Boom gerechnet. Allein aus dem Neubaugebiet am Pfarrlehen gebe es fast täglich Anmeldungen von Kindern. Dabei wird es nicht bleiben. Folgen soll das Neubaugebiet auf dem Areal des früheren Betonwerks am Grillensee. Bürgermeister Volker Zocher (parteilos): "Wir fangen jetzt mit der verkehrstechnischen Erschließung an."

Um nicht nochmals von neuen Kinderzahlen überrascht zu werden, forderte Joachim Burchert (FDP): "Die Stadt soll bis Oktober einen Plan vorlegen, wie viele Kita-Plätze in den kommenden fünf Jahren gebraucht werden. Und dieser Plan muss jedes Jahr fortgeschrieben werden." Dem entgegnete Ute Punar (CDU): "Das ist schwierig, denn die Entwicklung lässt sich nicht wirklich vorhersagen." Glücklicherweise würden viele Kinder geboren und viele Familien zuziehen. Uwe Kulisch von der Unabhängigen Wählervereinigung betonte: "Ich bekenne mich zu einer familienfreundlichen Stadt.". Er rief den Rat auf, dem Beschluss zuzustimmen, und alle Abgeordneten hoben ihre Hände zum Ja.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2013

Pfeifer, Frank

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